Betrunkener stürzt ins Gleis – Zugstrecke Ulm-Augsburg gesperrt

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 Ein betrunkener Mann hat in Neu-Ulm für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz.
Ein betrunkener Mann hat in Neu-Ulm für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. (Foto: Britta Pedersen)
Schwäbische Zeitung

Ein betrunkener Mann hat am Mittwochabend gegen 17.30 Uhr in Neu-Ulm für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wollte der Mann südlich des Neu-Ulmer Stadtteils Pfuhl mit einem Holzbrett die Gleise der Bahnstrecke Ulm-Ausgburg überqueren und kam dabei zu Fall.

Zuerst wurde der Polizei gemeldet, der Mann sei von einem heranfahrenden Zug erfasst worden. Vor Ort stellte sich dann aber heraus, „dass die Lage halb so schlimm ist“, so ein Polizeisprecher.

Mann verletzt sich an der Schulter

Wie die Polizei mitteilt, fiel das Holzbrett unglücklich auf das benachbarte Gleis, wo sich zu diesem Zeitpunkt ein Zug näherte. Der Lokführer reagierte sofort und versuchte noch den Zug abzubremsen. Aufgrund des langen Bremsweges überfuhr die Bahn den Gegenstand.

Der Mann blieb aber unverletzt, es gab keinen Zusammenprall zwischen Zug und dem Mann. Der stark betrunkene Verletzte wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Auf Anordnung des Gerichts wurde bei ihm eine Blutentnahme durchgeführt.

Rettungshubschrauber war im Anflug

Weil anfangs nicht einschätzbar war, wie schwer der Unfall war, rückten reichlich Einsatzkräfte aus. Drei Streigen der Landespolizei waren vor Ort, eine Streife der Bundespolizei drehte auf dem Weg wieder um. Auch Feuerwehr, Notarzt und der Rettungsdienst eilten zur Unfallstelle. Ein Rettungshubschrauber war ebenfalls im Anflug, kehrte aber auch wieder um.

Die Zugstrecke war während des Einsatzes voll gesperrt. Es kam zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Die weiteren Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr übernahm die Bundespolizei.

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