Auto kollidiert mit Streifenwagen auf Einsatzfahrt - Mehrere Verletzte

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Ein Polizeiauto, das mit anderen Fahrzeugen einen Unfall hatte
Insgesamt vier Fahrzeuge, darunter ein Streifenwagen, wurden bei der Kolission beschädigt. (Foto: Ralf Zwiebler)
Thomas Heckmann

Insgesamt sieben Verletzte forderte ein Verkehrsunfall am Samstagabend im Ulmer Westen. Fünf Fahrzeuge waren beteiligt, darunter auch ein Streifenwagen der Polizei auf Einsatzfahrt.

Nach erstem Augenschein der Unfallspuren war ein Streifenwagen mit Blaulicht und Martinhorn auf dem Kuhbergring in Richtung Bundesstraße 311 unterwegs. An der Kreuzung zum Stadtteil Grimmelfingen war die Ampel auf „Rot“. Mehrere Fahrzeuge wollten von links und rechts die Kreuzung bei „grün“ überqueren.

Mindestens drei Fahrzeuge bemerkten den Streifenwagen rechtzeitig und hielten an, um dem Einsatzfahrzeug freie Durchfahrt zu gewähren. Neben einem wartenden Linksabbieger fuhr dann ein weiterer Wagen geradeaus über die Kreuzung und rammte den Streifenwagen. In der Folge prallte der Streifenwagen gegen zwei wartende Pkw, auch der durchfahrende Pkw prallte noch gegen eines der beiden anderen Fahrzeuge.

Ein Pkw übersah einen Einsatzwagen an einer roten Ampel und kollidierte mit ihm. (Foto: Thomas Heckmann)

In den vier beschädigten Fahrzeugen wurden insgesamt sieben Personen verletzt, die meisten leicht, die beiden Polizeibeamten jedoch mittelschwer. Die Verletzten wurden vor Ort von einem Notarzt untersucht und mit vier Rettungswagen in umliegende Kliniken gebracht.

Um eine neutrale Unfallaufnahme zu gewährleisten, wurde der Unfallaufnahmedienst der Verkehrspolizei Laupheim als neutrale Dienststelle beauftragt. Zusätzlich ordnete der Bereitschaftsstaatsanwalt an, dass ein Unfallanalytiker vor Ort die Spuren sichert und ein Gutachten über den Unfallhergang anfertigt.

Für diese Unfallermittlungen musste die Kreisstraße über drei Stunden voll gesperrt werden. Das führte zu Staus und Umwegen im westlichen Stadtgebiet, denn die Bundesstraße 10 quer durch die Stadt Ulm war wegen Bauarbeiten von drei auf eine Fahrspur reduziert und die Strecke mit der Unfallstelle war die ausgeschilderte Umleitungsstrecke.

Der Sachschaden wird von der Polizei auf etwa 135.000 Euro geschätzt.

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