Ausfälle und hohe Verspätungen auf Zugstrecke Ulm-Biberach noch bis Ende der Woche

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Digital-Redakteur Alb-Donau-Kreis/Ulm

Weil eine Gartenhütte in Ulm gebrannt hat, kommt es voraussichtlich noch bis zum Ende der Woche zu starken Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs auf der Zugstrecke zwischen Ulm und Biberach. Das bestätigte ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“.

Das Feuer am Sonntagabend im Bereich der Illerstraße in Ulm hat auch die Signalanlagen der Bahn schwer beschädigt. Neben einem hohen Schaden sind jetzt hohe Verspätungen und Zugausfälle die Folge.

Wie die Polizei mitteilt, sah ein Zeuge gegen 23.45 Uhr den Brand der etwas größeren Gartenhütte und wählte den Notruf. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei rückten aus und löschten das Feuer.

Die genaue Brandursache ist laut Polizei noch nicht geklärt. Vermutlich dürfte ein technischer Defekt ursächlich gewesen sein. Den Sachschaden an der Hütte schätzt die Polizei auf etwa 10.000 bis 20.000 Euro.

Schaden von mehreren zehntausend Euro

Da die Gartenhütte aber in unmittelbarer Nähe zur Banhnlinie stand, wurde die Anlage der Bahn durch die Hitzeentwicklung stark beschädigt. Der Sachschaden hier dürfte mehrere zehntausend Euro betragen. Doch damit noch nicht genug.

Bahnreisende müssen sich seit Montagmorgen und voraussichtlich noch bis zum Ende der Woche auf hohe Verspätungen und Zugausfälle einstellen. „Die Stellwerkstechnik ist kaputt“, so ein Bahn-Sprecher im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“. So müssten jetzt Weichen und Signale von Hand gestellt werden. „Wir fallen in ein Sicherheitsverfahren zurück, wo der Mensch wieder überprüfen muss, was sonst die Technik macht.“

Bahn-Techniker würden mit Hochdruck daran arbeiten, das Problem zu beheben. „Anfangs dachten wir, es ist nicht so dramatisch“, so der Sprecher. Auf Twitter hieß am Montagmorgen noch, die Störung sei bis zum Nachmittag aus der Welt geschafft. „Als wir den Schaden angeschaut haben, war dann schlechte Stimmung.“

Probleme wirken sich auf komplette Strecke aus

Die Verspätungen und Zugausfälle werden sich auf die komplette Strecke und auch auf beide Richtungen auswirken. Ein Schienenersatzverkehr werde dennoch nicht eingerichtet, sagt der Bahn-Sprecher. Zur Entlastung der würden aber zwischen Erbach und Laupheim West zusätzliche Züge eingesetzt.

Bereits am Wochenende kam es auf der Strecke zwischen Ulm und Biberach zu Problemen. Am Samstag war ein Baustellenfahrzeug im Gleisbett umgekippt. Die Strecke war den ganzen Tag über gesperrt.

Weil die Strecke wegen der Bauarbeiten aber regulär gesperrt war, habe das keine Auswirkungen gehabt. Am Samstag hätte der Verkehr dann eingleisig wieder aufgenommen werden sollen – was durch das Baufahrzeug aber nicht möglich war. Es kam zu insgesamt 60 Teilausfällen.

Verspätungen im Nahverkehr der Deutschen Bahn

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