Ausbau für Turbo-Internet beginnt im Donautal

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Spatenstich für Glasfaserausbau in Ulm
Wie schnell können Sie zuhause im Internet surfen? Fakt ist: Die Bundesregierung hat ihre Ziele, in ganz Deutschland für superschnelles Internet zu sorgen, mehrfach verfehlt. So hätten bereits Ende vergangen Jahres alle Haushalte in Deutschland mit 50 Mbit so Sekunde versorgt werden sollen. Doch weit gefehlt. Gerade mal in Hamburg haben 95 Prozent der Haushalte so schnell surfen. Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm wollen den Glasfaserausbau in beiden Städten jetzt selbst voranbringen. Im Industriegebiet Donautal haben die Bauarbeiten zur Verlegung schneller Glasfaserkabel begonnen. Damit startet die erste Etappe des flächendeckenden Highspeed-Netz-Ausbaus in Ulm und Neu-Ulm – genau fünf Monate nach der offiziellen Bekanntgabe der Ausbaupläne. In seinem Grußwort betonte Oberbürgermeister Gunter Czisch, dass der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes als wichtigste Herausforderung ein zentraler Bestandteil für die Entwicklung von Ulm und Neu-Ulm zu Smart Cities sei. Neben den klassischen Versorgungsaufgaben einer Stadt, wie Strom, Gas, Wasser oder Straßen, gehöre auch und gerade der Aufbau einer zukunftsfähigen Highspeed-Infrastruktur hierzu, um für die zunehmende Digitalisierung von Arbeits- und Lebenswelten gerüstet zu sein. Für den Aufbau der schnellen Kommunikationsleitungen wollen die die SWU bis 2024 insgesamt 30 Millionen Euro investieren.
Schwäbische Zeitung

Im Industriegebiet Donautal haben die Bauarbeiten für das Glasfasernetz begonnen. Die Kabel sollen in Ulm und Neu-Ulm Turbo-Internet ermöglichen. Der Ausbau im Donautal ist die erste Etappe, dort ist der Ausbau nach Ansicht der Städte und der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) am größten.

 Sechs Männer, ein Spaten und ein Kabel: (von links) Michael Beuschlein (SWU Telenet), Oberbürgermeister Gunter Czisch, Rolf Mez
Sechs Männer, ein Spaten und ein Kabel: (von links) Michael Beuschlein (SWU Telenet), Oberbürgermeister Gunter Czisch, Rolf Mezger (Geiger + Schüle), Wolfgang Rabe (SWU Netze), Klaus Eder und Hans-Peter Peschl (beide SWU). (Foto: Alexander Kaya)

Die SWU investieren bis 2024 insgesamt voraussichtlich rund 30 Millionen Euro. Beim symbolischen Spatenstich am Dienstag betonte Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch, der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes sei ein zentraler Bestandteil für die Entwicklung der Doppelstadt zur Smart City – also zur digital vernetzten Stadt. Das Turbo-Internet sei für die Zukunftsfähigkeit von Ulm und Neu-Ulm genauso wichtig wie Straßennetze und die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser.

Mehr als 190 kostenfreie Hausanschlüsse werden angelegt

Bei den Unternehmen kommt der Ausbau offenkundig an: Dass die Arbeiten im Donautal so zügig begonnen haben, liegt nach Angaben von SWU-Chef Klaus Eder und den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften SWU Telenet und SWU Netze, Michael Beuschlein und Wolfgang Rabe, an den vielen Aufträgen der ansässigen Firmen. Ein Großteil der Unternehmen habe einen Glasfaseranschluss bestellt. Mehr als 190 kostenfreie Hausanschlüsse werden angelegt, über die die Firmen angebunden werden.

Die Arbeiten übernimmt die Ulmer Firma Geiger + Schüle. Die Leitungen sollen nach Angaben des Bauunternehmens in kleinen Abschnitten von 50 bis 150 Metern und fast durchgängig im Bereich der Gehwege verlegt werden. Dadurch solle der Verkehr ohne nennenswerte Beeinträchtigungen weiterfließen können. Pendler, die im Donautal arbeiten, werden seit Monaten von etlichen Baustellen geplagt. Die Verlegung des Glasfasernetzes beginnt in der Graf-Arco-Straße und in der Daimlerstraße, weitere Abschnitte sollen bis Ende des Jahres folgen.

Der Netzausbau soll im Ulmer Innenstadtviertel „Auf dem Kreuz“ weitergehen. Auf eine Mindest-Anschlussquote in den Ausbaugebieten verzichten die Stadtwerke – anders als andere Telekommunikationsanbieter in Deutschland.

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