Aus Psychiatrie entflohener Häftling in Spanien gefasst – Einer ist noch immer auf der Flucht

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Bei den Flüchtigen handelt es sich um den zur Flucht 28-jährigen deutsch-russischen Staatsangehörigen Alexander G. sowie den 23-
Bei den Flüchtigen handelt es sich um den zur Flucht 28-jährigen deutsch-russischen Staatsangehörigen Alexander G. sowie den 23-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen Ruslan-Oleksandr Tsopa. (Foto: Polizei)
Schwäbische Zeitung

Einer der beiden im September 2019 aus dem Bezirkskrankenhaus in Günzburg entflohenen Straftäter, Alexander G., ist am vergangenen Freitag in Spanien verhaftet worden. Das teilt das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West am Montag mit.

Die Auslieferung des Beschuldigten, der sich zuletzt im Raum Málaga aufgehalten hatte, ist durch die deutsche Justiz bereits beantragt worden, heißt es weiter.

Belohnung für zweiten Beschuldigten ausgesetzt

Der zweite Entwichene, Ruslan-Oleksandr Tsopa, sei aber nach wie vor flüchtig und dürfte sich laut Polizei ebenfalls im Ausland aufhalten. Für Hinweise, die zu seiner Ergreifung führen, hat die Staatsanwaltschaft Memmingen eine Belohnung von bis zu 3000 Euro ausgelobt.

 Ruslan-Oleksandr Tsopa.
Ruslan-Oleksandr Tsopa. (Foto: Polizei)

Nach der Flucht der beiden Straftäter aus der Forensik des Günzburger Krankenhauses hätte die unmittelbar eingeleitete Sofortfahndung keine Hinweise auf die Geflüchteten erbracht, so die Polizei. Daraufhin sei die Zielfahndung des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) eingeschaltet worden.

Die Fahndungsmaßnahmen des LKA in Abstimmung mit der Neu-Ulmer Kriminalpolizei, des Bundeskriminalamtes (BKA) und den spanischen Zielfahndungsdienststellen im Rahmen eines europäischen Netzwerkes namens ENFAST hätten dann aber Hinweise auf den Aufenthalt des Gesuchten Alexander G. in Südspanien ergeben. Dort nahmen ihn örtliche Fahndungskräfte am vergangenen Freitag fest.

Beim besagten Netzwerk ENFAST – European Network of Fugitive Active Search Teams – handelt es sich laut Polizei um ein 2010 gegründetes europäisches Netzwerk der Zielfahndungsdienststellen. Dieses Team unterstütze sich ausschließlich in Zielfahndungsfällen ohne bürokratischen Aufwand staatenübergreifend gegenseitig. Teilnehmer davon sind alle EU-Mitgliedstaaten, der Kosovo, Norwegen, Nordmazedonien, Montenegro, die Schweiz und die USA.

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