Auf Kosten der Stadt: 4000 Mitarbeiter an Schulen und Kitas können sich jetzt testen lassen

Früh am Montagmorgen haben sich Oberbürgermeister Gunter Czisch (r.) und Bürgermeisterin Iris Mann (2.v.r.) auf der Feuerwache i
Früh am Montagmorgen haben sich Oberbürgermeister Gunter Czisch (r.) und Bürgermeisterin Iris Mann (2.v.r.) auf der Feuerwache in der Keplerstraße von Feuerwehrkommandant Adrian Röhrle (l.) und dem Leiter des Ulmer Katastrophenschutzes, Michael Ehrenbeck (2.v.l.), über die Verteilaktion informieren lassen. (Foto: Feuerwehr Ulm)
Schwäbische Zeitung

„Ergänzend“ zur Teststrategie des Landes verteilt die Stadt Ulm rund 50 000 Corona-Schnelltests für das Personal an Ulmer Schulen und Kindergärten. Mit der Verteilung und der Unterweisung in den richtigen Gebrauch der Nasenabstrich-Test sind Feuerwehr und Blaulichtorganisationen beauftragt. Am Montag um 7 Uhr wurden die ersten Testpakete ausgeliefert.

Eine „stabsmäßige Planung“

Hinter allen an der Aktion Beteiligten lag da bereits eine Woche „intensiver Abstimmung und Vorbereitung“, heißt es in einer Nachricht der Stadtverwaltung. Die Tests mussten beschafft und konfektioniert, Schul- und Kitaleitungen eingebunden und informiert, Einweisungsteams zusammengestellt und geschult sowie die Touren zusammengestellt und koordiniert werden.

„Hinter dem Ganzen steckt eine stabsmäßige Planung, ohne die diese Herkulesaufgabe nicht in so kurzer Zeit zu stemmen gewesen wäre“, lobte Oberbürgermeister Gunter Czisch das Engagement und die Professionalität aller Beteiligten in und außerhalb der Stadtverwaltung.

Test ist freiwillig

Insgesamt 26 Teams von DRK, ASB, DLRG, Rettungshundestaffel und Feuerwehr gaben seit dem frühen Montagmorgen an 60 Schulstandorten die Tests aus und wiesen im Laufe des Tages mehr als 700 Mitarbeiter der Schulen und benachbarter Kitas als Multiplikatoren ein Sie sollen künftig ihren Kollegen zeigen, wie die Tests richtig angewendet werden. Rund 4000 Mitarbeiter sollen so erreicht werden.

Die Nutzung des Testangebots ist für die Beschäftigten freiwillig. Sie können sich zweimal in der Woche auf das Virus selber testen. Wessen Test positiv ausfällt, der ist angehalten, einen PCR-Labortest zu machen. Dadurch sollen mögliche Infektionen schneller erkannt und Infektionsketten früher durchbrochen werden. Aus Sicht der Stadt stellt dies – neben der weiterhin strengen Einhaltung der AHA L-Regeln – einen wesentlichen Bestandteil beim Kampf gegen die Pandemie dar.

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