51 betrunkene Autofahrer zog die Polizei im Bereich des Ulmer Präsidiums während der Fasnet aus dem Verkehr.
51 betrunkene Autofahrer zog die Polizei im Bereich des Ulmer Präsidiums während der Fasnet aus dem Verkehr. (Foto: Uli Deck)
Schwäbische Zeitung

Angesichts vieler Auseinandersetzungen zieht die Polizei jetzt eine durchwachsene Bilanz über die Fasnet in Ulm bis Biberach und Heidenheim. Die Ulmer Polizei war nach eigenen Angaben bei insgesamt fast 150 Veranstaltungen unterwegs, um für die Sicherheit zu sorgen. Damit kam es durchschnittlich auf jeder zweiten Veranstaltung zu einer Auseinandersetzung.

Von den 34 ermittelten Verdächtigen waren 31 betrunken. In 42 Fällen musste die Polizei den Jugendschutz durchsetzen. 27 Kinder und Jugendliche waren betrunken, fünf davon mussten deshalb sogar ins Krankenhaus. 60 Besucher musste die Polizei aus den Veranstaltungen verweisen oder in Gewahrsam nehmen. In 15 Fällen setzten die Beamten Hausverbote durch, die die Betroffenen ignoriert hatten. Insgesamt stellte die Polizei fest, dass oft zu viel Alkohol getrunken wurde.

Umso wichtiger waren nach ihrer Einschätzung die Maßnahmen der Polizei, aber auch der Behörden und der Sicherheits- und Ordnungsdienste.

Gerade die professionelle Vorbereitung und Durchführung sowie die Zusammenarbeit der einzelnen Akteure habe in erster Linie zu einer weitgehend sicheren Fasnet geführt. Gerade auch die starke Präsenz der Polizei habe es ermöglicht, aufkommende Auseinandersetzungen im Keim zu ersticken und die Beteiligten zu beruhigen.

Bei ihren Verkehrskontrollen rund um Ulm zogen die Polizeibeamten 51 Fahrer aus dem Verkehr, die betrunken waren. 16 weitere standen unter Drogeneinfluss. Trotz dieser intensiven Kontrollen ereigneten sich in der Region im Schutzbereich der Ulmer Polizei in der Faschingszeit zehn Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss.

In Ulm und im Alb-Donau-Kreis blickte die Polizei besonders auf 40 Veranstaltungen. Hier war am Ende wegen neun Körperverletzungen zu ermitteln, in 13 Fällen wegen Verstößen gegen den Jugendschutz.

Am Rande des Schelklinger Umzugs Ende Januar kam ein Feuerwehrmann in Gefahr. Er sperrte die Straße, um für die Sicherheit des Umzugs zu sorgen. Eine Autofahrerin wollte trotzdem durchfahren. Ihr Wagen erfasste den 32-Jährigen. Dank seiner Schutzkleidung blieb er unverletzt. Die Polizei ermittelt jetzt gegen die Fahrerin.

Am vergangenen Wochenende stürzte ein Umzugswagen in Allmendingen um. Dabei wurden mindestens zwei Personen verletzt, wie die Polizei mitteilt.

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