Alkohol sorgt bei Fasnet immer wieder für Ärger – diese Fälle sind besonders schlimm

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Fasnachtsbilanz: Polizei meistens wegen Körperverletzungen und Alkohol im Einsatz
In der Fasnachtszeit sind die Polizisten der Region im Dauereinsatz. Neben Alkohol und Schlägereien beschäftigten sie dieses Jahr auch einige Sexualstraftaten. Mehr dazu im Video.
Schwäbische Zeitung

Immer wieder dieser Alkohol: Acht von insgesamt 50 betrunkenen Jugendlichen müssen sogar ins Krankenhaus. Bei 55 von insgesamt 61 Gewalttaten war der mutmaßliche Täter betrunken. Das Polizeipräsidium Ulm – zuständig für die Landkreise Alb-Donau, Biberach, Heidenheim und Göppingen sowie das Stadtgebiet Ulm – zieht aufgrund der hohen Zahl von Gewaltdelikten eine durchwachsene Bilanz der diesjährigen Fasnetssaison. Bei mehr als 140 Veranstaltungen in der Region war die Ulmer Polizei vertreten.

Bei den Gewaltdelikten handelt es sich meist um Körperverletzungen und einen Widerstand gegen Polizeibeamte. 66 Platzverweise musste die Polizei aussprechen, sechs weitere hatten schon die Behörden vor den Veranstaltungen ausgesprochen. 15 Menschen musste die Polizei zur Sicherheit in Gewahrsam nehmen. Positiv bewertet die Polizei die Absprachen zwischen Absprachen zwischen Veranstalter, Behörden und Polizei: Viele Jugendliche, denen der Zugang zu einer Veranstaltung versperrt wurden, scheiterten bei Versuch, dort hinein zu kommen.

Besonders herausragend für die Polizei sind folgende Fälle:

In Westerheim (Alb-Donau-Kreis) hat am frühen Dienstag ein Unbekannter vermutlich Reizgas in einem Festzelt umher gesprüht. 15 Personen wurde dadurch leicht verletzt und mussten vom Rettungsdienst behandeln werden. Die Laichinger Polizei (Telefonnummer 07333/950960) hat die Ermittlungen aufgenommen, um den Verursacher ausfindig zu machen. Ihn erwartet eine Strafanzeige.

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art in Westerheim. Bereits bei der Fasnet 2017 wurde Reizgas im Festzelt in Westerheim versprüht. Damals mussten zwölf Feiernde vom Rettungsdienst betreut werden. 

In Dietenheim (Alb-Donau-Kreis) musste die Polizei am Sonntag während des Umzugs mehrmals Alkoholika von Jugendlichen beschlagnahmen. In drei Fällen stellten Polizisten sogar Rauschgifte sicher. Gegen zwei Jugendliche ermitteln die Beamten, weil sie beim Eintritt in ein Festzelt falsche Ausweise vorzeigten.

Bei der Fasnet in Äpfingen (Landkreis Biberach) am Wochenende wurde ebenfalls mehrere Menschen verletzt. Hier ermittelt die Polizei wegen drei Körperverletzungen. Auch bei diesen Veranstaltungen versuchten Jugendliche, sich mit falschen Ausweisen Zutritt zu verschaffen – scheiterten aber am Sicherheitspersonal.

In Biberach zog die Polizei am Dienstag kurz nach Mitternacht einen Autofahrer aus dem Verkehr, der unter Drogeneinfluss stand.

Auch in Süßen (Landkreis Göppingen) erwischte die Polizei einen berauschten Fahrer. Dieser wurde am Montag kurz vor 21 Uhr in der Hauptstraße von einer Streife kontrolliert. Neben dem Rauschgift hatte er auch Alkohol intus und muss jetzt um seinen Führerschein bangen.

Bei einer Veranstaltung in Dischingen (Landkreis Heidenheim) gerieten zwei Männer aneinander. Einer der Beiden soll den anderen gestoßen haben, sodass dieser stürzte und sich leicht verletzte. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Körperverletzung. Bei Kontrollen auf der Straße zog die Polizei in der Nacht drei Fahrer unter Drogeneinfluss und einen weiteren unter Alkoholeinfluss aus dem Verkehr.

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