Nach Ausrufung der „Alarmstufe Gas“: SWU bereitet sich auf den Ernstfall vor

 Holz-Gaskraftwerk der SWU.
Holz-Gaskraftwerk der SWU. (Foto: Alexander Kaya)
Schwäbische.de

Die Gaskrise verschärft sich in Deutschland, der Rohstoff wird immer knapper und teurer, weil Russland die Liefermenge reduziert hat. Deshalb hat die Bundesregierung am Donnerstag die „Alarmstufe Gas“ ausgerufen. Dies ist die zweite von drei Stufen eines bundesweit geltenden Notfallplans, der die vorherrschende Gasmangellage abfangen soll. Auch die SWU, die Tausende Kunden im Ulmer Raum mit Gas versorgen, reagieren.

Bestandsaufnahme der aktuellen Gasverbräuche

Die SWU teilte am Donnerstag mit, dass es momentan das übergeordnete Ziel sei, „möglichst viel Gas einzusparen“, damit sich die Speicher bis zur Kaltwetterperiode ausreichend füllen. Vorweg lasse sich jedoch feststellen, dass die Stadtwerke aktuell alle Kundinnen und Kunden mit Gas beliefern können.

Die bislang geltende Frühwarnstufe haben die Stadtwerke nach eigener Aussage genutzt, um eine Bestandsaufnahme der aktuellen Gasverbräuche und möglicher Reduzierungspotenziale bei Industriekunden durchzuführen. Auf dieser Basis würden derzeit Prioritätslisten erstellt, anhand derer im Notfall eine Abschaltreihenfolge abgeleitet werden kann.

Gasverbrauch durch gezielte Abschaltungen senken

Sollten die Ulmer Stadtwerke im Ernstfall nicht mehr ausreichend Gas geliefert bekommen, werde es notwendig, den Gasverbrauch durch gezielte Abschaltungen zu senken. Wichtig dabei sei: schützenswerte Kundinnen und Kunden werden bis zuletzt mit Gas versorgt.

Schützenswert seien alle privaten Haushalte sowie bestimmte Industriezweige. Beispiele dafür sind Krankenhäuser, stationäre Pflegeeinrichtungen, stationäre Hospize, Einrichtungen zur Pflege und Betreuung behinderter Menschen, Justizvollzugsanstalten sowie Feuerwehr, Polizei und Bundeswehreinrichtungen.

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