Aktion auf dem Münsterplatz: Bürger sollen heute mit Stühlen kommen

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Anfang September stellten Aktivisten schon rund 13 000 Stühle vor dem Bundestag auf.
Anfang September stellten Aktivisten schon rund 13 000 Stühle vor dem Bundestag auf. (Foto: Kay Nietfeld)
Schwäbische Zeitung

Erst in Berlin, jetzt auch in Ulm. Ein Bündnis, bestehend aus der „Seebrücke Ulm“, der DIDF-Jugend und dem „Verein Menschlichkeit“, will Bürger dazu animieren, an diesem Donnerstag auf dem Münsterplatz mittels Stühlen Flagge zu zeigen. Und zwar symbolisch laut Mitteilung dafür, dass in Deutschland „noch Platz ist“ für die Flüchtlinge, die auf der griechischen Insel Lesbos festsetzen.

Zuletzt wurden rund 13 000 leere Stühle vor dem Berliner Reichstag aufgestellt. Auch diese Aktion sollte zeigen, das Deutschland groß und stark genug sei, um alle nach Europa Geflüchteten aufzunehmen, die in Griechenland gestrandet sind. Rund 13 000 sind obdachlos, nachdem es im Flüchtlingslager Moria gebrannt hat. Womöglich haben Flüchtlinge selbst die Feuer gelegt. Seit Monaten waren sie in dem Lager untergebracht.

In der Mitteilung des Ulmer Bündnisses heißt es: „Die Zustände auf Lesbos sind weiterhin katastrophal und ein Wiederaufbau Morias darf kein Thema sein. Wir sind erst still, wenn für alle Geflüchtete eine sichere Lösung gefunden ist. Deshalb machen wir weiter Druck und fordern: ,Evakuiert Moria! Wir haben Platz!’“ Die Ulmer werden aufgefordert, Stühle mit auf den Münsterplatz zu bringen. Beginn ist um 18.30 Uhr.

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