8.8.2018 – ein gutes Datum zum Heiraten?

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Der Bräutigam streift bei der Trauung seiner Braut den Ehering über den Finger.
Der Bräutigam streift bei der Trauung seiner Braut den Ehering über den Finger. (Foto: dpa / Andreas Lander)
Felicitas Macketanz

Es ist eine Schnapszahl, die man sich auch noch nach ein paar Ehejahren gut merken kann: 8.8.2018. Ein Datum, das eigentlich bestens dazu geeignet wäre, sich trauen zu lassen. Aber allzu viele Hochzeiten gibt es heute vergleichsweise doch nicht in der Region – ein Überblick:

Illertissen: In der Vöhlinstadt geben sich heute drei Paare standesamtlich das Ja-Wort. „Dass heute überhaupt drei Trauungen zustande kommen, wundert uns sehr“, sagt eine Verwaltungsmitarbeiterin auf Nachfrage. Schließlich sei ja Mittwoch. Am 7.7.2017 seien es in Illertissen ebenfalls drei Eheschließungen gewesen. Getraut werden die rund 100 Paare im Jahr inzwischen nur noch im Rathaus, denn seit 2018 finden keine Trauungen mehr im Schloss statt.

Neu-Ulm: Drei Paare lassen sich auch in Neu-Ulm standesamtlich trauen, für ein besonderes Datum und die rund 52 000-Einwohner-Stadt eher wenig. Am 8.8.2008 seien es immerhin acht Eheschließungen gewesen, am 15.5.2015 – einem Brückentag – sechs, sagt der Leiter des Standesamtes Marcus Mühlbauer. Insgesamt verzeichne er aber wieder mehr Hochzeiten. Bis zu 230 standesamtliche Trauungen gebe es pro Jahr in Neu-Ulm.

Weißenhorn: Ein einziges Paar schwört sich heute in Weißenhorn standesamtlich die ewige Treue, pro Jahr seien es rund 100, sagt Standesbeamtin Karin Hoch. Wohl wegen der historischen Gebäude kämen auch viele auswärtige Heiratswillige nach Weißenhorn, sogar bis aus Schweden. „Es kamen schon welche aus Uppsala hierher“, berichtet Hoch. Genauso seien schon Brautpaare aus München oder Essen angereist, die einen Bezug zu Weißenhorn haben. Am 7.7.2017, einem Freitag, haben sich laut Hoch drei Pärchen in der Fuggerstadt getraut, am Tag danach noch einmal drei. Geheiratet werden kann im Trauungszimmer im Schloss und im historischen Theater.

Roggenburg: Niemand hingegen traut sich heute standesamtlich in Roggenburg und das, obwohl dort drei Räume zur Verfügung stehen: Das Trauzimmer im Rathaus, das Refektorium im Kloster und ein Nebengebäude vom Kloster, sagt Standesbeamtin Anna Maria Merkle. Dennoch erkenne auch sie den Trend, dass es insgesamt wieder mehr Heiratswillige gebe.

Altenstadt: In Altenstadt geben sich heute zwei Paare das Ja-Wort. Im Jahr schwanke die Zahl der Trauungen in der Verwaltungsgemeinschaft, zu der auch Osterberg und Kellmünz zählen, zwischen 22 und 32, berichtet Renate Bail vom Standesamt.

Babenhausen: Zwei standesamtliche Eheschließungen gibt es heute auch in der VG Babenhausen im Unterallgäu. Das sind zwei weniger als noch am 7.7.2017, sagt Rathausmitarbeiter Marc Hermann.

Wer sich heute noch nicht traut und dennoch eine Schnapszahl als Heiratsdatum haben will, kann übrigens einfach zehn Tage warten: auf den 18.8.2018 – falls da noch ein Termin frei sein sollte. Das ist immerhin ein Samstag.

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