55 neue Wohnungen entstehen in der Ulmer Karlstraße

Lesedauer: 4 Min
55 Wohnungen will das Unternehmen Realgrund in der Ulmer Karlstraße bauen.
55 Wohnungen will das Unternehmen Realgrund in der Ulmer Karlstraße bauen. (Foto: Sz)
Schwäbische Zeitung
Oliver Helmstädter

An der Ecke Karlstraße/Ensingerstraße am Rande der Ulmer Innenstadt entsteht ein neues Wohn- und Geschäftshaus. Das Bauunternehmen Realgrund investiert nach eigenen Angaben etwa 15,5 Millionen Euro in das Projekt, das direkt neben dem Karlsbau entstehen soll. Baubeginn ist für das erste Quartal kommenden Jahres geplant. „Wir freuen uns an dieser exponierten Stelle mit einer hochwertigen Klinkerfassade einen städtebaulichen Akzent zu setzen und damit zur weiteren Aufwertung der Karlstraße beizutragen“, kommentiert Christian Holz, Vorstandsmitglied bei Realgrund, das Vorhaben.

Das Wohn- und Geschäftshaus, mit gewerblichen Flächen im Erdgeschoss soll einmal Platz für 55 Wohneinheiten mit Größen von 50 bis 130 Quadratmetern Wohnfläche bieten. Der Abriss der bestehenden Gebäude ist für das letzte Jahresviertel geplant. Realgrund kaufte mehrere Immobilien an dieser Kreuzung auf, deren Grundstücke jetzt zu einem Projekt vereint werden. Die stark befahrene Karlstraße, dominiert von vorwiegend eilig hoch gezogenen Nachkriegsbauten, befindet sich seit Jahren im Aufwind: Die Dominanz der Blechlawinen konnte wesentlich reduziert werden, indem Fahrspuren wegfielen und Baumreihen gepflanzt wurden. Ein mittiger 2,50 Meter breiter Mehrzweckstreifen wurde eingeführt, das Parken neu geordnet und ein lärmreduzierender Asphalt aufgebracht.

Innenstadtverträgliches Konzept

Entstanden ist eine innenstadtverträgliche Straße, die nicht mehr nur für Gewerbetreibende sondern auch als innerstädtischer Wohnstandort attraktiv ist. Realgrund investierte bereits an der Ecke Karlstraße/Syrlinstraße (ehemaliges Grundstück Shell-Tankstelle) in einen Gebäudekomplexes mit 60 Wohneinheiten plus Bäckerei. Dieses Projekt ist bereits fertiggestellt und bezogen. Nun will Realgrund schräg gegenüber bauen.

Im Rahmen eines speziellen Wettbewerbs – eines konkurrierenden Verfahrens – wurde nun unter vier Entwürfen eine in städtebaulicher, architektonischer und gestalterischer Hinsicht geeignete Konzeption gefunden. Das Büro KPW Papay Warncke und Partner Architekten aus Hamburg bekam den Zuschlag der Jury. „Die Jury begrüßt die Haltung der Arbeit, die durch die Gestaltung der Fassaden den adäquaten Eindruck einer hochwertigen innerstädtischen Wohnnutzung vermittelt.

Die Formensprache nutzt dabei eine zeitgemäße Adaption der gründerzeitlichen Gestaltungselemente der Umgebung, wie beispielsweise Umrahmungen der Fenster und Sockelbetonung“, heißt es im Protokoll zur Jurysitzung. Das künftige Gebäude werde mit seiner hochwertigen Außenwirkung, der guten Organisation der Grundrisse und der städtebaulich selbstverständlichen Einfügung in den Straßenzug einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung und Gestaltung der Karlstraße als innerstädtischer Straße mit Wohnqualität leisten können.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen