25000. Einsatz für „Christoph 22“: So wichtig ist der Rettungshubschrauber für die Region

Lesedauer: 3 Min
Hubschrauber
Ulm war der zweite Standort der Luftrettung in Deutschland. Für die Region spielt das Team eine entscheidende Rolle. (Foto: ADAC Luftrettung)
Schwäbische Zeitung

Der am Bundeswehrkrankenhaus in Ulm stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 22“ der gemeinnützigen ADAC Luftrettung ist vor Kurzem seinen 25000. Einsatz geflogen.

Die Crew musste einen schwerst verletzten Patienten nach einem Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen im Alb-Donau-Kreis notfallmedizinisch versorgen und ins nächstgelegene Traumazentrum fliegen.

„Christoph 22“ rückte allein im vergangenen Jahr zu fast 1500 Notfällen aus. Die Maschine des Typs H145 gehört zu den modernsten Rettungshubschraubern.

31 Teammitglieder im wechselnden Einsatz

Am Luftrettungszentrum Ulm sind 31 Teammitglieder im wechselnden Einsatz: Drei Piloten der ADAC Luftrettung sowie 21 Notärzte und sieben Notfallsanitäter der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Bundeswehrkrankenhauses Ulm.

Standorte von Rettungshubschraubern.
Standorte von Rettungshubschraubern.

Einsatzgebiete sind schwerpunktmäßig die Region Ulm/Neu-Ulm, die Schwäbische Alb sowie Teile von Oberschwaben und Bayerisch-Schwaben. Die Crew bestand beim „Jubiläumseinsatz“ aus Pilot Willi Hospach, Notarzt Dr. Enrico Staps und Notfallsanitäter Tom Schneider.

Anforderungsgrund Nummer eins mit rund 51 Prozent waren bei den oft lebensrettenden Einsätzen von „Christoph 22“ im Jahr 2018 internistische Notfälle wie akute Herz- und Kreislauferkrankungen, gefolgt von Verkehrsunfällen (rund 14 Prozent), Freizeitunfällen beim Sport und im Haus (elf Prozent) und neurologischen Fällen wie Schlaganfälle (sieben Prozent).

Unser Fokus liegt auf dem höchsten Maß an Patienten- und Flugsicherheit

Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung

Die Luftrettungsstation in Ulm sei in der Region als schneller Lebensretter aus der Luft nicht mehr wegzudenken, sagt Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung: „Unser Fokus liegt auf dem höchsten Maß an Patienten- und Flugsicherheit.“

Der Leitsatz der gemeinnützigen Gesellschaft lautet „Gegen die Zeit und für das Leben“. Seit mehr als 48 Jahren startet der Ulmer Rettungshubschrauber mit einer medizinischen Besatzung des Bundeswehrkrankenhauses, seit 2003 stellt die gemeinnützige ADAC Luftrettung Hubschrauber und Piloten.

Seit Beginn der Luftrettung in Ulm wurden mehr als 40.000 Patienten versorgt. Ulm ist der zweite Standort der Luftrettung in Deutschland. Im November 1971 als zweiter Rettungshubschrauber in Deutschland in Dienst gestellt, flog „SAR Ulm 75“ bis zur Übernahme durch die ADAC Luftrettung mit Piloten und Hubschraubern der Luftwaffe. Danach wurde der Hubschrauber gelb und fliegt seitdem unter dem zivilen Rufnamen „Christoph 22“.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen