15-Jährige unter Corona-Quarantäne haut nach Familienstreit ab

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 Die meisten Menschen halten sich an die Ausgangsbeschränkung, dennoch hat die Polizei in der Region einiges tun.
Die meisten Menschen halten sich an die Ausgangsbeschränkung, dennoch hat die Polizei in der Region einiges tun. (Foto: dpa / Karl-Josef Hildenbrand)
Schwäbische Zeitung

Die Polizei hat im Landkreis Neu-Ulm einiges zu tun, seit in Bayern die neuen Regeln zur Ausgangsbeschränkung gelten.

In Senden führte ein Familienstreit gleich zu mehreren Anzeigen. Auslöser war eine 15-Jährige, die das Haus verließ, obwohl sie nicht durfte. Das Landratsamt Neu-Ulm hatte gegen die Familie eine Quarantäne angeordnet.

Daran hielt sich die Tochter laut Polizeiangaben am Montagabend jedoch nicht. Gegen 21.50 Uhr kam es innerhalb der Familie offenbar zu einem Streit. Die 15-Jährige verließ daraufhin trotz Quarantäne die elterliche Wohnung, kehrte jedoch nach kurzer Zeit wieder zurück.

 In Bayern kontrolliert die Polizei, ob die strengen Vorgaben eingehalten werden.
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Allerdings setzte sich dann der Streit fort. In dessen Verlauf warf die Tochter sogar einen Gegenstand in Richtung ihrer Mutter. Dieser traf die Mutter am Kopf und verletzte sie leicht, eine medizinische Versorgung war jedoch nicht nötig.

Die hinzugerufenen Polizisten konnten den Streit schlichten. Gegen die 15-Jährige wird nun aber wegen gefährlicher Körperverletzung sowie – weil sie die Wohnung verlassen hat – einem Vergehen nach dem Infektionsschutzgesetz ermittelt. Die Strafe für letztgenannten Tat beträgt laut Gesetz bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe.

Drei Leute trinken Bier auf einer Terrasse

Nachmittags haben Zeugen der Polizei gemeldet, dass in Senden drei Leute im Bittnerweg auf einer Terrasse gemeinsam Bier trinken. Auch das ist nicht erlaubt. Die Polizei hat die drei nach Hause geschickt und entsprechende Bußgeldverfahren eingeleitet.

Im Gebiet der Polizei Neu-Ulm hielten sich die meisten Menschen an die Beschränkungen. Nur in Nersingen entdeckten die Beamten gegen 23 Uhr auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums am Schwarzen Graben drei Menschen, die sich dort aufhielten und den Beamten gegenüber keinen triftigen Grund für ihre Zusammenkunft nennen konnten. Sie wurden nach Hause geschickt, zudem wird ein Bußgeldverfahren gegen sie wegen der begangenen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet.

Am Montag wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Illertissen drei Anzeigen wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen erstattet. Gegen 12.30 Uhr haben Beamte der Bereitschaftspolizei, welche zur Unterstützung der örtlichen Dienststelle vor Ort waren, einen 16-Jährigen im Bereich des Bahnhofs kontrolliert.

Der Jugendliche hielt sich dort ohne triftigen Grund auf. Im Verlauf der Kontrolle fanden die Polizisten zudem einen Joint im Schuh des Jugendlichen, was eine Anzeige nach dem Betäubungsmittelgesetz zur Folge hat.

Gegen 17.45 Uhr ging dann die Mitteilung von Passanten ein, dass auf dem Bolzplatz an der Nordtangente mehrere Jugendliche Fußball spielen. Als die Streife der Polizei Illertissen dort eintraf, flüchteten drei junge Männer und ließen ihre Fahrräder zurück. Diese wurden von den Beamten zur Eigentumssicherung vorsorglich mitgenommen.

Im näheren Umfeld des Bolzplatzes traf die Polizei später einen 16- und einen 18-Jährigen an. Sie räumten den Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkungen ein und erhielten ihre Fahrräder an Ort und Stelle wieder zurück.

Der dritte im Bunde ist bislang unbekannt. Sein Fahrrad wird dem Fundamt überstellt. Der 16- und der 18-Jährige erhalten eine Anzeige im Bereich einer Ordnungswidrigkeit.

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