Der frühere Steeples-Spieler Brian Butler, derzeit in Diensten des ProB-Ligisten Weißenhorn, gewann den Dunkingwettbewerb beim A
Der frühere Steeples-Spieler Brian Butler, derzeit in Diensten des ProB-Ligisten Weißenhorn, gewann den Dunkingwettbewerb beim Allstar-Game in Bonn. (Foto: Horst Hörger)
Schwäbische Zeitung

Sein Windmühlen-Dunking mit 360-Grad-Drehung hat die Besucher im Telekom-Dome an den NBA-Superstar Vince Carter erinnert. Aber es war Brian Butler vom Drittligisten Elchingen, der im Rahmenprogramm des Allstar-Spiels in Bonn den Wettbewerb der besten Flieger und Stopfer gewann und sich dabei gegen zwei Profis aus der Basketball-Bundesliga durchsetzte.

Im Halbfinale hatte der 25-jährige Modellathlet, der von 2013 bis 2015 bei Ehingen Urspring aktiv war, dem Würzburger Lamonte Ulmer das Nachsehen, im Finale dem Ludwigsburger Kelvin Martin, wobei sich Butler im entscheidenden Durchgang mit einem Dunking ohne Drehung begnügte. Die Nominierung des Drittligaspielers für diesen Wettbewerb war bereits eine Überraschung gewesen, sein Sieg kam komplett unerwartet. „Ich bin ohne große Erwartungen nach Bonn gefahren. Ich wollte eigentlich nur ein bisschen Spaß haben, umso mehr habe ich mich über den Sieg gefreut“, sagte Butler am Tag nach seinem Erfolg.

Da saß Butler bereits im Zug zurück in die Heimat. Schließlich stand am späten Sonntagnachmittag der Basketball-Alltag in der ProB auf dem Programm: Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München. Wobei es vorstellbar ist, dass das 1,96 Meter große Sprungwunder jetzt auch bei einigen Bundesligisten auf dem Zettel steht. Butler selbst sagte, dass die Bundesliga für ihn wie für jeden anderen deutschen Profi ein Traum sei. Aber er bleibt bescheiden: „Ich kann nicht beurteilen, ob der Sieg bei einem Dunking-Wettbewerb bei der Verwirklichung dieses Traums besonders hilfreich ist. In Bonn hat mich zumindest noch kein Bundesligamanager und kein Agent angesprochen.“

Der Höhepunkt des Allstar-Spektakels war wie in jedem Jahr das Spiel zwischen den besten deutschen und ausländischen Bundesligaprofis. Oder vielleicht treffender das Spiel zwischen denen, die Zeit und Lust hatten und gesund und nominiert waren. Das internationale Team gewann letztlich gegen die vom Ulmer Trainer Thorsten Leibenath betreute deutsche Mannschaft mit 102:99 (die SZ berichtete). Bester Werfer der internationalen Mannschaft war mit 21 Punkten der Ulmer Raymar Morgan.

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