Favoritin auf dem Treppchen

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Nach dem erfolgreichen Auftakt bei der UMC Rallye im März reiste das Rallyeteam um Anna-Carin Föhner aus Suppingen und Steffen Schmid (Senden) mit dem kleinen Citroen C2R2max nun schon in der Favoritenrolle in der Frontantriebswertung zum zweiten Hunsrück-Rallye Sprint in Hettenrodt nahe der Edelsteinstadt Idar-Oberstein. Und dieser Favoritenrolle wurde das Duo gerecht, holte den dritten Gesamtrang.

„Ein Podiumsplatz mit unserem Rallyezwerg ist ein riesen Ergebnis“, sagte Steffen Schmid. Zudem zollte er seiner Co-Pilotin einen großen Respekt. Denn Anna-Carina Föhner habe sich von ihm durch den Wald chauffieren lassen „und mir den Weg gewiesen“. Doch auch seinen Schrauber Simon Föhner wollte der Rallye-Fahrer nicht unerwähnt lassen. da er ohne ihn niemals an den Start gehen könnte. „Er hilft mir in einer Art und Weise, vor der ich nur den Hut ziehen kann“, schwärmte Steffen Schmid.

Besonderen Druck wollte das Duo nicht aufkommen lassen, ging es doch in erster Linie um viel Spaß im Cockpit und dem Sammeln weiterer Erfahrung mit dem erst im März erworbenen Franzosen. Nach guter Vorbereitung des in Suppingen beheimatete ASF Racing Teams mit Chefschrauber Simon Föhner ging es bei guten Wetterbedingungen am Samstagmorgen zur Besichtigung der zehn Kilometer langen Wertungsprüfung, die dreimal durchfahren werden musste. Nach der Besichtigung glänzten Steffen Schmids Augen regelrecht und man sah ihm die Vorfreude auf diese tolle Veranstaltung an. „Super Wertungsprüfung mit allem, was das Rallyeherz begehrt“, schwärmte er.

Die Hunsrück-Rallye war in den 80er Jahren die Veranstaltung schlechthin in Deutschland. Nachdem die Strecken vor allem auf dem Truppenübungsplatz Baumholder in die Deutschland-Rallye einflossen, wurde es ruhig um die legendäre Rallye. 2016 folgte dann das Revival mit dem ersten Rallyesprint und in diesem Jahr nun die zweite Ausgabe.

Die Veranstalter haben eine wirklich tolle Wertungsprüfung für die Fahrer vorbereitet: kurvige Landstraßen, schmale Asphaltwege und schnelle Schotterpassagen mit anspruchsvollen Kurven. Genau das richtige Terrain für den kleinen C2 mit der schwäbischen Equipe. Denn am Ende sprangen der dritte Gesamtrang, ein Klassen- und Gruppensieg heraus. So lobte Steffen Schmid auch die Gemeinde Hettenrodt, die die Rallye unterstützt habe, wie dies in Deutschland selten der Fall sei: „Man hatte immer das Gefühl, dass der ganze Ort hinter der Veranstaltung steht“. Viele Menschen hätten die Stecke gesäumt und die Piloten sowie Co-Piloten angefeuert.

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