Wald bringt guten Ertrag

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Dem Ortschaftsrat berichteten der Realwaldrechner und die Vertreter des Landratsamts.
Dem Ortschaftsrat berichteten der Realwaldrechner und die Vertreter des Landratsamts. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Ein positives Kassenergebnis von 11 883 Euro hat die Justinger Holzkasse im Jahr 2017 erzielt. Einstimmig nahmen der Ortschaftsrat und der dreiköpfige Waldausschuss am Donnerstag den von Realwaldrechner Harald Bloching vorgetragenen Rechnungsabschluss und den vom Fachdienst Forst, Naturschutz des Landratsamts ausgearbeiteten Arbeits- und Finanzplan an.

Die Waldbesitzergemeinschaft Realwald Justingen besteht seit 172 Jahren. Seit 1846 regelt sie die Nutzung des an die politische Gemeinde festgeschriebenen Waldbestands. Ziel ist die gerechte Verteilung des anfallenden Holzes. Nachhaltige Waldwirtschaft bestimmt die Umsetzung der von der Realgemeinde formulierten Zielsetzungen.

Ein dreiköpfiger Waldausschuss vertritt die Belange der Realberechtigten mit beratender Stimme im Ortschaftsrat. Realwaldrechner ist Harald Bloching. Der Forstbetrieb obliegt dem Landratsamt, vertreten durch Forstdirektor Thomas Herrmann und Revierförster Hans-Peter Eisele. Über den jährlichen Kultur- und Nutzungsplan entscheidet der Ortschaftsrat.

Wie schon 2017 rechnet die Realwaldkasse auch dieses Jahr durch mehr Einnahmen als Ausgaben mit einem positiven Ergebnis. Die Prognose für 2018 geht von Gesamteinnahmen von 67 207 Euro gegenüber Ausgaben von 40 811 Euro aus.

46 907 Euro erbringt der Holzverkauf. 20 300 Euro ergeben sich aus der inneren Verrechnung. Bei den Ausgaben schlagen die Holzernte mit 14 444 Euro und die Neuanpflanzung mit 15 610 Euro zu Buche. Forstverwaltung und Bewirtschaftung sind auf 8356 Euro veranschlagt. Das Betriebsergebnis für das laufende Jahr ist auf 26 396 Euro berechnet. Der Kassenstand beträgt zum Ende des Jahres 44 500 Euro. 2016 lagen die Ausgaben bei der Realwaldholzbewirtschaftung über den Einnahmen.

„Bei Buche sieht es sehr gut aus“, sagte Forstdirektor Herrmann in Bezug auf das Jahr 2019. Auch Esche lasse sich gut vermarkten. Schwieriger sei es bei Fichtenholz mit Borkenkäferbefall und auch Sturmholz drücke auf den Markt. Zu Versuchen, Käferholz mit Drohnen zu erfassen, gebe es noch keine Rückmeldung. Bei Brennholz rechnet Herrmann künftig mit einer Preisanhebung. „Wenn im Herbst genug Wasser kommt, wird das nächste Jahr gut“, zeigt sich der Forstdirektor optimistisch.

Für das kommende Jahr ist ein Holzeinschlag von 950 Festmeter geplant. Bei den Einnahmen aus dem Holzverkauf rechnet man mit 36 131 Euro. Gesamteinnahmen in Höhe von 56 431 Euro sollen Ausgaben von 31 656 Euro gegenüberstehen. Das Betriebsergebnis bleibt mit 24 775 Euro etwas unter dem des Vorjahres. Thomas Herrmann empfiehlt, die bisherige Bewirtschaftungsform beizubehalten. Seit Mai 2000 ist der Realwald Justingen nach dem PEFC-System zertifiziert.

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