VdK Schelklingen blickt auf 70 Jahre zurück

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Hans Kneißle (sitzend) hat den Sozialverband VdK einst mitgegründet, der heute von Siegfried Däubler (links) geleitet wird.
Hans Kneißle (sitzend) hat den Sozialverband VdK einst mitgegründet, der heute von Siegfried Däubler (links) geleitet wird. (Foto: SZ- Elisabeth Sommer)
Elisabeth Sommer
Freie Mitarbeiterin

Am Tag der Wahl des CDU-Bundesvorsitzenden in Hamburg hielt auch der Sozialverband VdK Schelklingen seine Jahresversammlung ab, wobei Wünsche an die Regierung formuliert wurden. Sozialpolitik in einer älter werdenden Gesellschaft sollte oberste Priorität einnehmen, um der weiteren Spaltung der Gesellschaft entgegenzuwirken, sagte der Kreisvorsitzende Siegfried Ritscher, der jedes Jahr zur Versammlung der Schelklinger eine Bewertung zur Situation in der Bundesrepublik Deutschland abgibt.

In Schelklingen hat ein Zuwachs an Mitgliedern stattgefunden. Die Zahl stieg seit vergangenem Jahr trotz drei Verstorbenen von 184 auf jetzt 189 Mitglieder. „Es ist gut, wenn man jemanden hat, der einem in einem Rechtsstreit zur Seite steht“, betonte Bürgermeister Ulrich Ruckh in seinem Grußwort. In Sachen Barrierefreiheit müsste in der Stadt Schelklingen, vor allem bei der Bahn, noch etwas getan werden, erinnerte Ortsverbandschef Siegfried Däubler.

Die Jahresversammlung im Schmiechener Sportheim war zugleich eine Jubiläumsversammlung für den nun 70-jährigen Ortsverband. Dieser wurde am 30. August 1948 im damaligen Gasthaus „Rose“ von 17 Gründungsmitgliedern als Verband der Körperbeschädigten, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen Württemberg-Hohenzollern (KAH) auf die Beine gestellt. Gründungsmitglied Hans Kneißle war zur Jahresversammlung anwesend und erhielt auch eine besondere Ehrung. Ebenfalls auf 70 Jahre bringt es Gründungsmitglied Mathilde Angele.

Mit einer schwarzen Null ging das 70. Jahr des Vereinsbestehens zu Ende, erklärte Kassier Heinz Abele. Ortsverbandschef Siegfried Däubler dankte allen Ehrenamtlichen der Gegenwart und Vergangenheit. Sein Stellvertreter Lothar Lojewski ließ die Aufbauarbeitung und das Engagement aus den sieben Jahrzehnten noch einmal Revue passieren und nannte die Amtsinhaber namentlich. Der Neuanfang des VdK nach Krieg und Unterdrückung von Andersdenkenden verlief parallel zum Neuanfang der Bundesrepublik und stehe auch für die Veränderung der Gesellschaft seither.

Zu ehren gab es auch noch zwei Mitglieder für 25-jährige Verbandszugehörigkeit, Anneliese Bolach und Uta Malzahn-Boelsen sowie sieben Personen mit zehnjähriger Mitgliedschaft: Siegfried Baumann, Wolfgang Fischer, Ursula Jurczyk, Josef Klöble, Klaus Kopp, Cennet Öztürk und Anneliese Strelau-Baumann.

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