Ursprings Jugendteams: Neuerliche Aufbauarbeit

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Oliver Heptner, Trainer des JBBL-Teams aus Urspring.
Oliver Heptner, Trainer des JBBL-Teams aus Urspring. (Foto: SZ- mas)

Wenige Wochen nach den Basketballprofis des Zweitligisten Team Ehingen Urspring sind die Nachwuchsmannschaften aus Urspring in die Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison eingestiegen. Trainer sind unverändert Oliver Heptner (U16, JBBL) und Krists Plendiskis (U19, NBBL), aber im Spielerkader hat sich viel getan – vor allem in Heptners Jugendbundesliga-Team. Während sich das NBBL-Team vor allem aus verbliebenen Spielern der Vorsaison und aus der eigenen U16 altersbedingt aufgerückten Talenten zusammensetzt, steht die JBBL-Mannschaft fast vor einem kompletten Neubeginn.

Oliver Heptner kennt diese Situation, Jahr für Jahr muss er eine neue Einheit formen. Dies gilt zwar auch für seinen NBBL-Trainerkollegen Krists Plendiskis, doch der U19-Coach kennt viele der zu seiner Mannschaft gestoßenen Spieler bereits, weil sie schon länger in Urspring sind und im JBBL-Alter teilweise bereits mit den Älteren trainiert haben und sporadisch schon in der NBBL zum Einsatz kamen. Heptner behielt aus der vergangenen Saison nur drei Spieler – Richard Hinitschew, Jonathan Diederich und Timo Neunzling – und muss viele externe Zugänge integrieren. Etliche der Neuen sind vom Kooperationsverein TSG Söflingen, aber einige kommen auch von weiter her: Daniel Helterhoff von den Rhein Stars Köln, Maximilian Langenfeld von den Young Gladiators Trier oder Yanic Niederhäuser von Fribourg Olympic aus der Schweiz. Nicht nur ein heißer, sondern auch ein arbeitsreicher Sommer liegt hinter Oliver Heptner. Mit vielen Sichtungen, Gesprächen, auch Überzeugungsarbeit. „Wir hatten viele Spieler eingeladen“, so der JBBL-Trainer. „Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Wir haben uns die Jungs ausgesucht, die wir haben wollten.“

Ein Luxemburger und ein Schweizer

Dazu zählt Yanic Niederhäuser, der neben dem Luxemburger Jonathan Diederich (wechselte vor einem Jahr nach Urspring) der zweite ausländische Nachwuchsspieler in Heptners Kader ist. Die Initiative ging von dem jungen Spieler und dessen Familie aus. „Yanic hatte sich bei uns gemeldet“, sagt der JBBL-Trainer. Bei einem Turnier im französischen Antibes in der vergangenen Saison war Niederhäuser schon mal als Gastspieler dabei, so erhielt Heptner einen ersten Eindruck vom jungen Schweizer.

Doch nicht nur Niederhäuser, das gesamte Team stimmt den U16-Trainer zuversichtlich. „Sehr ehrgeizig und begeisterungsfähig“, so Heptner. „Es sind talentierte Jungs mit der richtigen Einstellung.“ Dies bewiesen sie bisher im Training – während der Ferien wird zweimal täglich trainiert – und in den ersten Spielen. Am Wochenende waren zwei andere JBBL-Teams zu Gast, die Nürnberg Falcons und die Metropol Young Stars aus Nordrhein-Westfalen. Beide Begegnungen gewann Urspring klar, 88:41 gegen Nürnberg und 108:54 gegen Metropol.

Während Nürnberg nicht in Bestbesetzung angetreten war, standen Heptner alle Spieler zur Verfügung. „Ich habe die Jungs dazu gebracht, schon zwei Wochen vor Ferienende hier zu sein“, sagt er schmunzelnd. Sein Kader ist mit 17 Spielern größer als in der Vorsaison – das liegt zum einen daran, dass im Aufgebot auch viele Talente des jüngeren JBBL-Jahrgangs sind, die herangeführt werden. Beispiel: Diego Salazar von der TSG Söflingen. „Er soll im nächsten Jahr ein wichtiger Spieler in der JBBL sein.“ Der U16-Kader ist aber auch deshalb groß, weil die Besten wie gehabt auch bei der U19 mittrainieren und in der NBBL zum Einsatz kommen sollen. 2017/18 waren es Spieler wie Mathias Groh und Tim Martínez, diesmal heißen die Kandidaten Jonathan Diederich, Daniel Helterhoff, Maximilian Langenfeld und Malte Nies, von denen man sich besonders viel verspricht. Aber eines ist klar: Auch wenn die JBBL-Talente regelmäßig mit den Älteren trainieren und in ihrer sportlichen Entwicklung davon profitieren, sind sie weiter auch bei der U16 – „damit sie den Kontakt zur JBBL nicht verlieren“, so Heptner. Die Spieler müssten wissen, welches ihre Kernmannschaft sei und in welcher sie zusätzliche Einsatzmöglichkeiten erhalten.

Die letztjährigen JBBL-Spieler hätten sich bei der NBBL rasch zurechtgefunden, weiß Heptner von seinem Trainerkollegen Plendiskis. Dies bestätigt die Arbeit von JBBL-Coach Heptner, der genau dieses Ziel verfolgt: „jedes Jahr Krists ein paar gute Spieler zu übergeben“.

Intensive Vorbereitung nötig

Seit knapp zwei Wochen arbeitet Heptner nun mit dem neuen JBBL-Team. Neben den Trainingseinheiten sind bis zum Ligastart am 7. Oktober gegen Crailsheim auch fast zehn Testspiele geplant. Das nächste Wochenende ist frei und die Spieler sind noch einmal in ihrer Heimat, doch dann geht die Reise los: Turnier in München mit Jahn München und Tübingen, dann ein Spiel in Bamberg und ein weiteres, internationales Turnier bei der IBAM in München. „Wir brauchen eine intensive Vorbereitung, damit die Spieler der neu zusammengewürfelten Mannschaft gut zueinanderfinden“, sagt Heptner.

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