Ulm kommt zum JBBL-Derby

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Nach der mehrwöchigen Spielpause beginnt für die Bundesliga-Basketballteams aus Urspring am Wochenende wieder der Kampf um Punkte. In der Nachwuchsbasketball-Bundesliga (NBBL) ist Ursprings U19 am Sonntag, 13. Januar, 17.30 Uhr, bei der Turnerschaft Jahn München zu Gast, während die U16 ebenfalls am Sonntag um 12.30 Uhr den Nachbarn Ulm empfängt.

NBBL, Hauptrunde: TS Jahn München – Team Urspring (Sonntag, 17.30 Uhr). - Mit neuem Selbstbewusstsein nach der erlebnis- und erfolgreichen USA-Reise (bei einem Turnier in Palm Springs belegte das Team in seiner Division Platz zwei) geht die Mannschaft von Trainer Krists Plendiskis in die zweite Hälfte der Hauptrundengruppe 4. Mit Jahn München wartet auf die Urspringschüler eine Pflichtaufgabe – der Tabellenvorletzte hat von seinen bisher sieben Spielen nur eines gewonnen (68:66 gegen Schlusslicht Tübingen) und belegt den vorletzten Platz der Gruppe, die Play-offs sind für die Münchner schon fast außer Reichweite. Anders für das Team Urspring, das als Tabellenfünfter einen Rang hinter den Plätzen für die Meisterrunde liegt. Doch beträgt der Rückstand auf die drittplatzierten Münchner Bayern und auf die viertplatzierten Ulmer je vier Punkte – hinzu kommt, aufgrund der verlorenen Hinrundenspiele gegen Ulm und Bayern, der Nachteil des schlechteren direkten Vergleichs gegen diese beiden Vereine. Um die Chance auf einen der ersten vier Plätze und den Play-off-Einzug zu wahren, will Urspring auch das zweite Hauptrundenduell gegen Jahn München für sich entscheiden. In der Hinrunde gewann Urspring zu Hause mit 76:69. Allerdings herrschen vor dem Aufeinandertreffen in München nicht die besten Voraussetzungen beim Team Urspring, krankheitsbedingt fielen in der Trainingswoche zeitweise einige Spieler aus.

JBBL, Hauptrunde: Team Urspring – Ratiopharm Ulm (Sonntag, 12.30 Uhr). - Im ersten Punktspiel des Jahres 2019 hat Urspring die einzige in der Hauptrundengruppe vier noch ungeschlagene Mannschaft zu Gast. „Ulm hat eine starke Mannschaft, die einen ansehnlichen Basketball spielt“, sagt Urspring-Trainer Oliver Heptner, der auf die herausragenden Spieler des Gegners verweist – auf Jakob Hanzalek, einen der erfolgreichsten Werfer der Liga, auf Lenny Berger, Alexander Rib und den Engländer Pharrell Wallace-Steele. „Das sind vier extrem starke Leute, aber auch dahinter sind die Ulmer sehr gut besetzt“, so Heptner. Anschauungsunterricht gab es beim ersten Aufeinandertreffen in der Vorrunde in Ulm, im Oktober verlor Urspring mit 56:75. „Das war eines unserer schwächsten Spiel und wir hatten auch zu viel Respekt.“ Der Schlüssel zu einem besseren Ergebnis liegt aus Sicht von Heptner in der Verteidigung. „Wir müssen die Ulmer im Eins-zu-Eins kontrollieren“, sagt der Trainer. An der Defensive haben die Spieler in den vergangenen Wochen verstärkt gearbeitet: zwischen Weihnachten und Neujahr unter dem ProA-Trainer Domenik Reinboth – Oliver Heptner war mit dem NBBL-Team und seinem Trainerkollegen Krists Plendiskis in die USA gereist – und seit Jahresbeginn wieder unter Heptner selbst. “Wir sind deutlich besser eingespielt und defensiv stabiler geworden.“ Dies zeigte sich zuletzt auch bei einem Turnier im badischen Steinbach, das das Team Urspring durch deutliche Siege gegen die Jugend-Bundesligisten Freiburg und Nürnberg sowie ein Auswahlteam mit Spielern des jüngeren Jahrgangs 2004 aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland gewann. Seine Mannschaft habe einen frischen, fitten Eindruck hinterlassen und habe an die letzten JBBL-Spiele vor Weihnachten angeknüpft. Den Schwung will man nun ins Derby gegen Ulm mitnehmen und den Nachbarn diesmal stärker zusetzen als in der ersten Begegnung. Vielleicht springt auch ein Sieg heraus. “Das ist kein Ding der Unmöglichkeit.“

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