Team Urspring in der NBBL: Abstiegskampf statt Meisterrunde

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Das NBBL-Team aus Urspring (hier Lucas Loth, Mitte, und Mirsad Haziri, im Hintergrund) verlor zum Abschluss der Hauptrunde gege
Das NBBL-Team aus Urspring (hier Lucas Loth, Mitte, und Mirsad Haziri, im Hintergrund) verlor zum Abschluss der Hauptrunde gegen Ludwigsburg klar. Nun geht es für Urspring in den Play-downs um den Verbleib in der höchsten deutschen Nachwuchsklasse. (Foto: SZ- mas)

Das Team Urspring hat die Hauptrunde der Nachwuchsbasketball-Bundesliga (NBBL) mit einer 54:83-Niederlage gegen Ludwigsburg beendet. Für die beiden Mannschaften trennen sich nun die Wege: Während die U19 des Bundesligisten Ludwigsburg als einer der vier Gruppenbesten der Hauptrundenstaffel 4 in die Play-offs einzieht, kämpft Urspring in den Play-downs gegen den Abstieg.

Zum ersten Mal überhaupt seit Einführung der NBBL im Jahr 2006 verpasste Urspring damit die Play-off-Runde, die auch vor Beginn der Saison 2017/18 das Ziel gewesen war. Doch mit dem sechsten Platz in der Hauptrunde bei 14 Punkten Rückstand auf Rang vier hat man dieses Ziel deutlich verfehlt. „Das Ergebnis ist unter den Erwartungen“, sagt Urspring-Trainer Krists Plendiskis. „Aber jetzt heißt es weiterzuschauen und in den Play-downs gut zu spielen.“

Elfte Niederlage

Im abschließenden Hauptrundenspiel gegen die Mannschaft von BBA Ludwigsburg, die letztlich als Tabellendritter punktgleich mit Ratiopharm Ulm und der Internationalen Basketballakademie München die Play-offs zur deutschen Meisterschaft erreichte, kassierte das Team Urspring seine elfte Niederlage. Der Rückstand nach dem ersten Viertel war noch knapp (13:18), er vergrößerte sich dann aber bis zur Halbzeit auf 26:40. Das dritte Viertel endete unentschieden (19:19), den Schlussabschnitt dominierten die Ludwigsburger (24:9). Erfolgreichste Werfer für Urspring waren David Caillavet (16 Punkte), Kevin Strangmeyer (11) und Lucas Loth (10). Bester bei den Rebounds war im Team Urspring Strangmeyer (11) – insgesamt jedoch hatte Ludwigsburg bei den Rebounds klar die Nase vorn (49:29).

„Wir hatten ein paar gute Spiele in der Hauptrunde“, sagte Trainer Plendiskis. Die Partie gegen Ludwigsburg zählte nicht dazu – obwohl „wir uns nochmal einiges vorgenommen hatten“. Denn wenige Wochen zuvor waren sich beide Mannschaften in weitgehend derselben Besetzung in der Männer-Regionalliga gegenübergestanden, da siegte die TuS Urspringschule noch mit 78:71. Diesmal gab es für Urspring nichts zu holen.

Die NBBL-Spieler müssen nicht nur in der Regionalliga ran, der Kern des Nachwuchsteams ist auch im Kader der Zweitliga-Basketballer der Steeples. Meist kommen die jungen Talente am Wochenende in zwei Spielen zum Einsatz, bisweilen sogar in drei. Die Mehrfachbelastung mag einer der Gründe dafür sein, dass es in der NBBL nicht wie gewünscht lief und die Play-offs verpasst wurden – andererseits: „Das war auch in den anderen Jahren so gewesen“, sagt Plendiskis. „Aber da hatte es doch immer geklappt.“ Mehr Einfluss auf die Leistung könnte aus Sicht des NBBL-Trainers nicht die Anzahl der Spiele, sondern die der Niederlagen haben. Das ProA-Team kämpft genauso gegen den Abstieg wie die Regionalliga-Mannschaft, Siege ware in dieser Saison nicht die Regel. „Den Kopf wieder hochzukriegen, nachdem man verloren hat, ist nicht so einfach“, so Plendiskis. Gerade für junge Spieler.

Heimrecht im ersten Spiel

Hinter die wenig zufriedenstellende NBBL-Hauptrunde muss die U19 aus Urspring nun einen Haken setzen und sich ganz auf die am 25. März beginnenden Play-downs zu konzentrieren. Gegner sind die Rockets aus Gotha, die in ihrer Hauptrundenstaffel 3 den siebten Platz belegten. Das Team Urspring hat im ersten Spiel Heimrecht, das zweite ist in Gotha. Sollte dann noch keine Entscheidung gefallen sein, trifft man sich erneut in Urspring. Der Verlierer der Serie wäre noch nicht abgestiegen, für ihn gehen die Play-downs weiter, während der Sieger seine Ruhe hat. Für ihn wäre die Saison zu Ende. Nichts anderes, als schnell den Verbleib in der NBBL zu sichern, ist jetzt das Ziel von Plendiskis und seinen Spielern.

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