Stadtkapelle Schelklingen erfüllt Publikumswünsche

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Kurt Efinger

Ein Wunschkonzert hat die Stadtkapelle am Samstag in der mit 350 Zuhörern annähernd voll besetzten Schelklinger Stadthalle veranstaltet. Damit griff der Musikverein nach fünf Jahren Pause eine beliebte Tradition wieder auf und gedenkt die mit einer Verlosung verbundene Unterhaltungsshow im dreijährigen Turnus fortführen.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Sie wünschen – wir spielen“. Unter 40 Titeln aus den Bereichen Filmmusik/Musical, Marsch, Polka, Solisten, Walzer und Rock/Pop/Swing hatten die Bürger von Schelklingen einige Wochen vor dem Konzert Gelegenheit, ihre Favoriten anzustreichen. Die 16 meistgewählten Stücke wurden von Dirigent Volker Frank zu einem abwechslungsreichen Wunschkonzertprogramm zusammengestellt und nach eingehender Probe am Samstag dem begeisterten Publikum präsentiert.

Alle abgegebenen Wunschzettel nahmen an der Verlosung der von Schelklinger Firmen gespendeten Sachpreise teil. Hauptpreise waren eine Ballonfahrt und die Benutzung eines elektrisch angetriebenen Autos an einem Wochenende. Thomas Tonnier übergab die Gutscheine. Jeweils nach sechs ins Programm eingeschobenen Verlosungen gab Posaunist Bernd Bloching die Gewinner bekannt und erheiterte das Publikum mit geistreichen schwäbischen Witzen wie diesem: „Wo hosch du dei Weib her?“ fragt ein Mann einen Bekannten. Dieser antwortet: „Aus dr Zeiddong. Ond do kommdd se au wiedr nei.“.

Mit dem eleganten Marsch „Abel Tasman“ eröffnete die Stadtkapelle den stimmungsvollen Unterhaltungsabend. Zu jedem Titel hatte Dirigent Volker Frank eine humorvolle Ansage bereit. Viel Spaß machte Musikern wie Zuhörern John Powells Musik zum Animationsfilm „Drachen zähmen leicht gemacht“ (How to Train your Dragon).

Beschwingt ertönte der „Fliegermarsch“ von Hermann Dostal und danach „Can You Feel the Love Tonight“ von Elton John aus König der Löwen. Mit Rock von der Küste brachte ein Medley der norddeutschen Band Santiano Seemannssound in den Saal. Zum Mitsingen eingeladen waren die Zuhörer beim Refrain von Sepp Tanzers „Bozner Bergsteigermarsch“. Etwas für das Gemüt war die Polka „Böhmische Liebe“. Lebensgefühl vermittelte Manfred Scharnagls Erfolgshit „Von Freund zu Freund“. Die Brüder Tobias und Christoph Bierer intonierten die sanfte Einleitung dazu. Leicht ins Ohr ging die Titelmelodie zur Fernsehserie „Bonanza“.

Mit der Polka „Kannst du Knödel kochen“ und dem Walzer „Rauschende Birken“ erinnerte die Stadtkapelle an die Zeiten von Ernst Mosch und seinen Egerländer Musikanten. Lebensfreude pur vermittelten „Tage wie diese“ aus dem Repertoire der Toten Hosen. Noch mehr vom Hocker riss der unsterbliche „Böhmische Traum“ und auch die Hymne „Dem Land Tirol die Treue“ sang das Publikum begeistert mit und genoss die Zugaben „Maxglaner Marsch“ und „Steeephans Polka“.

Jugenddirigent Heiko gewinnt

Einen der auf der Bühne gezogenen Gewinne holte sich Heiko Springer, der neue Dirigent der gemeinsamen Jugendkapelle der Musikvereine Schmiechen und Schelklingen, ab. Er ist in Dächingen zuhause und als Hornist im dortigen Musikverein als auch im Kreisverbandsjugendblasorchester Ulm/Alb-Donau aktiv. Mit Schmiechen verbindet ihn die Herkunft seiner dort aufgewachsenen Mutter Annette, geborene Burgmaier. Bis vor kurzem wirkte Heiko in dem von Felix Hauswirth geleiteten renommierten Sinfonischen Jugendblasorchester Baden-Württemberg mit . „Zu alt“, antwortet der 22-jährige Musiker kurz und bündig auf die Frage, warum er nicht mehr dabei ist. Mit der Vollendung des 21. Lebensjahrs ist beim SJBO BW Schluss. Keineswegs zu alt ist Heiko für die Leitung einer leistungsfähigen Jugendkapelle. Seit Mai dieses Jahres probt er mit dem Nachwuchs der Musikvereine Schelklingen und Schmiechen und freut sich auf seinen ersten Auftritt am Samstag, 30. November beim Herbstkonzert in der Schmiechener Mehrzweckhalle.

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