So werden Wasserzähler hergestellt

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 Schelklinger Gemeinderatsmitglieder schauten sich am Informationstag bereits bei der Firma Lorenz in Ing stetten um.
Schelklinger Gemeinderatsmitglieder schauten sich am Informationstag bereits bei der Firma Lorenz in Ing stetten um. (Foto: sz- Elisabeth Sommer)
Elisabeth Sommer
Freie Mitarbeiterin

Der Wasserzählerhersteller Lorenz in Ingstetten veranstaltet am Samstag einen Tag der offenen Firma. Eingeladen sind alle Interessierten von 9 bis 15 Uhr, die einen Blick in das Unternehmen und die Produktion werfen wollen. Ausnahmsweise läuft die Herstellung bis um 12 Uhr, damit die Besucher sehen können, wie die Wasserzähler zusammengesetzt und ihre Funktionsweise getestet wird. Rund eine Million Wasserzähler werden pro Jahr in dem Schelklinger Teilort hergestellt und in Deutschland eingesetzt, sagte Geschäftsführer Wilhelm Mauß.

Als Wilhelm Mauß im Jahr 2003 die Geschäftsführung übernahm, standen bei der Firma Lorenz 68 Menschen in Lohn und Brot. Inzwischen sind hier 160 Männer und Frauen beschäftigt. Das Ingstetter Unternehmen stellt Wohnungs-, Haus- und Großwasserzähler her – und das in Form von herkömmlichen Eich- und moderneren Ultraschallwasserzählern. Digitalisierte Wasserzähler könnten auch per Funk abgefragt werden. Der Überraschungsbesuch zum Ablesen, der bislang an der Abwesenheit der Hausbewohner auch scheitern kann, würde damit der Vergangenheit angehören.

Allerdings ist die moderne Technik mit höheren Anschaffungskosten verbunden und auch der Datenschutz steht der Weiterentwicklung im Weg. Digitalisiert ist auch das Produktionssystem bei der Firma Lorenz und deshalb vom Wirtschaftsministerium des Landes als einer der „100 Orte für Industrie 4.0“ in Baden-Württemberg ausgezeichnet worden.

Gestartet wurde die „Offene Firma“ schon am gestrigen Freitag mit einem Informationstag für das Fachpublikum. Nachdem es im Jahr 2010 den bisher letzten Tag der offenen Tür für die Allgemeinheit gegeben hatte, fand nun erstmals solch ein Informationstag der Firma Lorenz für die Kunden statt. In der benachbarten Heinrich-Bebel-Halle wurden kurze Fachvorträge zu den Themenbereichen Zukunft, Chancen und Hygiene angeboten. Andere Bundesländer seien beim Einsatz von fernablesbaren Zählern angeblich weiter, hieß es zum Beispiel, oder dass überall dort, wo Fläche ist, sich Bakterien ansetzen könnten. Für den Menschen schädlichen Verkeimungen und auch zu langem Standwasser muss entgegengewirkt werden.

Vorträge gibt es zum Tag der offenen Tür nicht. Besucher sollten im Unternehmen dem gelben Pfeil auf dem Boden folgen, um alle Bereiche zu erreichen, die der Öffentlichkeit gezeigt werden. Zum gemütlichen Beisammensein sind die Besucher in die Heinrich-Bebel-Halle eingeladen. Hier hat der Musikverein Stadtkapelle Schelklingen am Freitag bereits das Fachpublikum bewirtet und wird auch am Samstag die Bewirtung übernehmen.

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