Sie hat ihr politisches Engagement von der Oma geerbt

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Leonie Schönleber ist in Tübingen geboren, von Beruf selbständige Lektorin. Sie ist Mutter einer sechs Monate alten Tochter.
Leonie Schönleber ist in Tübingen geboren, von Beruf selbständige Lektorin. Sie ist Mutter einer sechs Monate alten Tochter. (Foto: SPD)
kou und Leonie

Neu im Gemeinderat in Scheklingen sitzt Leonie Schönleber für die SPD. Auch sie bekommt im Rahmen der SZ-Kandidatenvorstellung die Möglichkeit, näher auf ihre politischen Vorhaben einzugehen.

Was gefällt Ihnen an Schelklingen und den Teilorten?

Von Schelklingen aus lassen sich ganz verschiedene Landschaften erkunden, das war mir als Alb-Fan wichtig, als mein Mann und ich vor gut zwei Jahren beschlossen haben, hierher zu ziehen. Was mir außerdem positiv auffällt, sind die Schelklinger selbst: optimistisch, zugewandt, freundlich. Das kenne ich aus meinem Teil Schwabens ganz anders, da reden die Leut überhaupt nix und mit Fremden schon gleich nicht.

Wo sehen Sie Verbesserungspotenzial?

Schelklingen an sich hat sehr viel zu bieten – von alten Burganlagen über die schönen Stadthäuser in der Kernstadt bis zu unserer Lage im Biosphärengebiet. Da können wir sicher sehr viel selbstbewusster damit umgehen. Hohenschelklingen beispielsweise hat doch das Potenzial zum Touristenmagneten. Außerdem fällt auf, dass es in der eigentlich richtig netten Kernstadt auch an den Wochenenden relativ ruhig bleibt. Sicher ist auch Mobilität ein großes Thema: Wie viele Busse sollen hier fahren, welche Alternativen gibt es zum Auto? Nächstes großes Thema ist die digitalen Infrastruktur. Wie es hier mit der Internet-Anbindung weitergeht, gerade in den Teilorten, wird uns sicher noch beschäftigen.

Was hat Sie motiviert, sich im Gemeinderat zu engagieren?

Ich komme selbst aus einer Kleinstadt, zwar größer als Schelklingen, aber noch ländlich genug, dass es dort um die gleichen Fragen ging: Belebung der Innenstadt, Ausweisung neuer Baugebiete versus Naturschutz, Infrastruktur. Das sind eben keine kleinen, isolierten Probleme, die nur Schelklingen betreffen. Und es gibt noch einen persönlichen Grund. Ich finde politische Fragen und politische Diskussionen sehr spannend, das muss ich von meiner Großmutter haben. Bis ins hohe Alter hat meine Oma leidenschaftlich gerne politische Diskussionen geführt und uns alle regelmäßig in wilde Debatten verstrickt.

Gibt es bestimmte Themen/Projekte, für die Sie sich künftig besonders einsetzen wollen?

Schelklingen insgesamt für Besucher wie für die Bewohner lebendiger und interessanter machen. Wir müssen uns erst einmal wirklich darüber klarwerden, welche Schätze Schelklingen bietet. Dazu gehört für mich auch das Erscheinungsbild von Kernstadt und Teilorten insgesamt: Wie wäre es beispielsweise mit einer Art einheitlichem Konzept für die Stadtbegrünung, im Zeichen von Nachhaltigkeit als Bienenweiden und/oder mit Pflanzen, die von der Alb stammen? Mich interessiert auch, wie es den Jugendlichen hier geht. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, auf dem Land aufzuwachsen.

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