Schelklinger Nikolausmarkt unterstützt krebskranke Kinder

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Der Grundschulchor sorgte für den musikalischen Rahmen.
Der Grundschulchor sorgte für den musikalischen Rahmen. (Foto: Sz- Somm)
Elisabeth Sommer
Freie Mitarbeiterin

Bei milden Temperaturen konnte heuer der Nikolausmarkt in Schelklingen stattfinden. Traditionell fließt ein Anteil aus den Standgebühren an den Ulmer Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder, der wie immer mit einem Mitglied beim Markt auch vertreten war. Eine Änderung gibt es bei der Standbesetzung des Förderkreises. Hans-Günther Deibele hat die Arbeit nach 31 Jahren in die Hände von Vorstandsmitglied Achim Häge gegeben, der bei der Begrüßung durch Gewerbevereinschef Michael Strobl im Beisein von Bürgermeister Ulrich Ruckh vorgestellt wurde.

Achim Häge dankte für die Ausrichtung des Nikolausmarktes für den guten Zweck und die beständige Geldzuwendung. Es sei angenehm, mit der verlässlichen Spende aus Schelklingen rechnen zu dürfen. Hans-Günther Deibele bleibt Kassenprüfer im Förderkreis und wird den Schelklinger Markt wegen der gewonnenen Kontakte und auch teils bitterer Kälte in Erinnerung behalten.

Mehr als 20 Stände

Sehr gut besucht war der Markt gleich zu Beginn. Dass viel Leben auf dem Markt einzog, dafür sorgte der Grundschulchor. Die Sänger brachten gleich ihre Eltern mit. Stets auch für einen extra Schwung an Besuchern vermochten die weiteren Musikgruppen sorgen. Liederkranz, Stadtkapelle und Kurt Rauch waren traditionell über den Tag verteilt im Programm dabei, wobei der Tenor noch den bekannten Organisten Gregor Simon als Klavierbegleitung mitbrachte. Die Kindergartenkinder reihten sich ebenfalls ins bewährte Programm ein. Mehr als 20 Stände waren auf dem Maximilian-Kottmann-Platz und der Spitalgasse verteilt. Geschäftsleute, Privatpersonen, Vereinigungen und Organisationen sorgten für einen abwechslungsreich bestückten Nikolausmarkt. Der Aufbau bei Plusgraden machte Spaß und die ersten Grillwürste waren pünktlich zur Eröffnung dann auch fertig. Das Museum öffnete am Markttag und lud zum Museumskaffee ein. An der Marktstraße waren zum Beispiel auch der City-Treff und die Galerie „Kunst und Kunst“ geöffnet. Hingucker in der Galerie sind neuerdings bemalte Papiertüten und bunte Stehlampen aus Leinwand mit Portraits darauf. Nach der Winterpause soll die Galerie übrigens werktags wie der City-Treff geöffnet werden.

Für die Bewirtung war beim Nikolausmarkt gesorgt. Zum Beispiel waren an ihren angestammten Plätzen wieder der Schwimmbadförderverein mit der beliebten Currywurst, der Liederkranz mit Gruppenrabatt auf den fünften Glühmost und auch Harry Reichert mit seinen Spezialitäten aus der Pfalz zu finden. Zu kaufen gab es vorwiegend Weihnachtsdekoration, Weihnachtsgebäck und winterlich warme Kleidung, also selbstgestrickte Socken und Schals. Neben dem guten Zweck für den Ulmer Förderkreis wurde an einzelnen Ständen noch auf ganz eigene Hilfsprojekte hingewiesen. Die Hüttener Pfadfinder sammeln ausgediente Handys, um mit dem Erlös aus den enthaltenen Rohstoffen zu helfen. Die Ecuadorhilfe, die auch von Schelklinger Verwandten im Namen des verstorbenen Pater Lothar Zagst weitergeführt wird, machte beim Markt mit dem Verkauf von ecuadorianischen und schwäbischen Kunsthandwerkserzeugnissen, gestrickten Socken und „Bredla“ mit. Gleich gegenüber verkauften Urspringschüler weihnachtliche Ziergegenstände und ebenfalls Plätzchen zugunsten eines Projekts in Kenia. Der Nikolaus stellte sich zur Dämmerung ein und beschenkte die Kinder.

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