Schelklingen baut weiter Schulden ab

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 Der Gemeinderat hat die Jahresrechnung für das Jahr 2017 verabschiedet.
Der Gemeinderat hat die Jahresrechnung für das Jahr 2017 verabschiedet. (Foto: Archiv: SZ)

Der Gemeinderat der Stadt Schelklingen hat in seiner Sitzung am Mittwochabend den Rechenschaftsbericht zur Jahresrechnung 2017 verabschiedet. Darüber hinaus wurde auch der Jahresabschluss des Eigenbetriebs „Wasserversorgung Schelklingen“ beschlossen.

„Mit Stand zum 31. Dezember 2017 hat die Stadt Schelklingen Schulden in Höhe von 3 222 746,88 Euro“, sagte Schelklingens Kämmerin Birgit Meier während der Vorstellung des Rechenschaftsberichts. Dies entspricht einer ordentlichen Tilgung von rund einer halben Millionen Euro und lässt die Pro-Kopf-Verschuldung in der Kommune auf 469,04 Euro sinken. Auch sei das Haushaltsvolumen um einiges geringer ausgefallen als ursprünglich geplant: Insgesamt beträgt das Haushaltsvolumen 2017 rund 21,88 Millionen Euro, geplant waren rund 23,28 Millionen Euro. Statt der geplanten negativen Zuführung aus dem Vermögenshaushalt in Höhe von rund einer halben Millionen Euro, konnten dem Vermögenshaushalt so rund 1,53 Millionen Euro aus dem laufenden Geschäftsbetrieb zugeführt werden. „Dies ermöglichte uns, auf die geplante Kreditaufnahme von 2,55 Millionen Euro zu verzichten und statt der geplanten Rücklagenentnahme von 2,54 Millionen Euro tatsächlich nur 1,72 Millionen zu entnehmen“, so Meier. Dies ergebe einen Rücklagenbestand von 1,79 Millionen Euro.

„Haushalt recht positiv“

Angesichts dieser Zahlen herrschte im Gemeinderat zur ersten Sitzung nach der Sommerpause entsprechend gute Laune im Plenum. „Insgesamt ist der Haushalt 2017 doch recht positiv ausgefallen“, bilanzierte der CDU-Fraktionssprecher Heinz Zeiher und dankte Kämmerin Birgit Meier für ihre gute Arbeit. Zeiher wies aber auch daraufhin, dass das Gremium doch bitte immer nur so viel beschließen möge, wie auch tatsächlich über das Jahr geleistet werden kann. „Wir machen uns immer was vor“, so Zeiher.

Ins gleiche Horn blies auch SPD-Fraktionschef Jürgen Haas: „Der Finanzbereich hat seine Sache hier gut im Griff.“ Und auch Michael Strobl, Sprecher der Freien Wähler, war voll des Lobes auf die Verwaltung: „Mein Dank richtet sich an Frau Meier. So kann eine Stadt nach vorne kommen.“

Wasserversorgung macht Gewinn statt Verlust

Ebenfalls positiv stellte Kämmerin Meier anschießend den Jahresabschlussbericht des Eigenbetriebs „Wasserversorgung Schelklingen“ dar. Statt wie geplant 29 400 Euro Verlust zu machen, konnte ein Jahresgewinn über 147 431,81 erwirtschaftet werden. Dies entspricht Erträgen in Höhe von 600 910,85 Euro, denen Aufwendungen in Höhe von 453 479,04 Euro entgegenstehen. „Dieser Überschuss ergibt zusammen mit dem verbliebenen Gewinnvortrag aus Vorjahren von 137 123,88 Euro nun 284 555,69 Euro. Der Schuldenstand reduzierte sich um 62 114,30 Euro auf 798 733,69 Euro. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 116,25 Euro“, bilanzierte Meier.

Des Weiteren hat der Gemeinderat während seiner Sitzung am Montagabend über- und außerplanmäßige Ausgaben der Verwaltung genehmigt. So wurden für das Projekt „Weltkulturerbe im Aachtal entdecken und erforschen“ 12 314,20 Euro für die Auslage von Honoraren aufgewendet. Weitere 40 000 Euro zusätzlich werden für neue Wasserleitungen in der Blaubeurer Straße benötigt.

Asphaltarbeiten an Hanna vergeben

Während der Sitzung des Technik- und Umweltausschusses im Vorfeld der Gemeinderatssitzung konnten Asphaltarbeiten im Stadtgebiet an Straßen, Gehwegen und Feldwegen vergeben werden. So sind Arbeiten an der Katzenbank in Hütten, in der Talstraße Hütten, am Heuweg in Ingstetten und an der Mehrstetter Steige geplant. Diese konnten am Mittwochabend an die Firma Hanna aus Ehingen-Stetten vergeben werden. Diese hatte sich mit einem Angebot in Höhe von 58 128,77 Euro gegenüber der Konkurrenz durchgesetzt. Derzeit ist das Unternehmen mit dem Bau der Ortsdurchfahrt Schmiechen beauftragt. Die Asphaltarbeiten sollen laut Bauamtsleiter Markus Schmid im Herbst ausgeführt werden.

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