Schüler erforschen das Weltkulturerbe

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Schüler haben den Hohle Fels besucht.
Schüler haben den Hohle Fels besucht. (Foto: Elisabeth Sommer)
Elisabeth Sommer
Freie Mitarbeiterin

Für rund ein Dutzend Schelklinger Grundschüler steht in den Herbstferien die Erforschung des Weltkulturerbes im Achtal auf dem Programm. Das Ergebnis ihres mehr als einwöchigen Projektes können die Schelklinger am Sonntag, 11. November, im Foyer der Heinrich-Kaim-Schule anschauen.

Die Kinder liefern dann eine Präsentation über das Erlebte ab, aber zusätzlich noch eine kindgerechte Broschüre für junge Urlauber gleich mit dazu. Man darf gespannt sein, wie die geplante 16-seitige Broschüre aussehen wird, die in einer Auflage von 500 Stück erscheinen soll und derzeit erst von den Kindern mit den Betreuern erarbeitet wird.

Die Stadt Schelklingen unterstützt als Zwischenfinanzier das Projekt, das vom Bundesministerium für Forschung und Bildung finanziert wird und vor Ort von den Bündnispartnern Museumsgesellschaft, Stadtbücherei und Schulsozialarbeit veranstaltet wird. In den vergangenen Jahren waren von den Schelklingern Projekte für Geocaching erfolgreich beantragt worden. Der Schulsozialarbeiter Bernd Reiß wählte die Teilnehmer aus. Dann ging es in den Hohle Fels, wobei auch ein paar Schmiechener Grundschüler dabei sein durften. Es wurde dort etwas gruselig. Das Licht blieb zunächst aus. Eine Begleiterin hüllte sich unbemerkt in ein Fell und tauchte wohl zu früh im Schein der Taschenlampe eines Jungen auf. Am Nachmittag wurden Schmuckanhänger gebastelt und Harpunenspitzen hergestellt, die in einem Schatzbeutel landen. Der Beutel war bei einer der ersten Zusammenkünfte von den Kindern produziert worden und sollte im Laufe der Woche mit weiterem Inhalt gefüllt werden, wenn dieser hineinpasst, wie zum Beispiel eine selbst gefilzte Mütze und eine selbst getöpferte Schale, die beim Töpfer in Urspring entsteht. Der Schelklinger Archäologe Rudi Walter informierte die Erst- bis Viertklässler bereits über das Feuer machen und Kochen in der Urzeit.

Unter anderem wirkt auch wieder die Tübinger Sozialpädagogin und Medienwissenschaftlerin Angelika Reicherter mit. Jeder Tag startet übrigens mit einem gemeinsamen Frühstück und enthält eine Reflexion. Die Kinder besuchen mehrere Museen im Laufe der Ferien. Sie sollen auch die Frage beantworten, was ein gutes Museum ausmacht. Auch auf diese Antwort dürfen die erwachsenen Besucher zur Präsentation am übernächsten Sonntag gespannt sein.

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