Politische Reformen erschweren das Wachstum

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Mehr Photovoltaikanlagen – das war das erklärte Ziel der Bürger-Energiegenossenschaft in Schelklingen. Aktuell verhindern Reform
Mehr Photovoltaikanlagen – das war das erklärte Ziel der Bürger-Energiegenossenschaft in Schelklingen. Aktuell verhindern Reformen, dass die Schelklinger in weitere Anlagen investieren. (Foto: dpa/Ingo Wagner)
Schwäbische Zeitung

Die Bürger-Energiegenossenschaft Schelklingen hat sich kürzlich zu ihrer siebten Generalversammlung getroffen. Auch wenn die Arbeitsbedingungen für die Energiegenossenschaften durch verschiedene politische Reformen und sonstige Veränderungen nach wie vor schwierig sind, legten Aufsichtsräte und Vorstände ihren Mitgliedern erfreuliche Zahlen vor.

Zu Beginn der Versammlung wurden von beiden Organen die Berichte über den Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres vorgestellt. Die Genossenschaft verfügte zum Ende ihres sechsten Geschäftsjahrs 2017 über sechs Photovoltaik (PV)-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 262 Kilowatt-Peak (Leistung unter Standard-Testbedingungen). Mittlerweile wurden mehr als zwei Millionen Kilowattstunden elektrische Energie erzeugt und mehr als 1000 Tonnen Kohlenstoffdioxid vermieden.

63 Mitglieder

Neben den eigenen PV-Anlagen, die beispielsweise auf dem Schelklinger Bauhof, der Schmiechener Turnhalle oder dem Justinger Feuerwehrhaus instaliert sind, wird eine Beteiligung an drei Solarparks und einer geplanten Windkraftanlage in Baden-Württemberg gehalten. Die Genossenschaft hat 63 Mitglieder, die Anteile im Wert von 250 200 Euro gezeichnet haben.

Der positive Geschäftsverlauf hatte den Vorstand in die Lage versetzt, der Versammlung neben der Bildung einer vernünftigen Rücklage auch die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 4,5 Prozent vorzuschlagen – dies wurde so auch beschlossen. Mit diesem respektablen Wert, der neben der Sonne auch dem umfangreichen, ehrenamtlichen Engagement von Vorstand und Aufsichtsrat zu verdanken ist, kann die mit einem Stück Idealismus verbundene Investition in saubere, regenerative Energie belohnt werden, heißt es von Seiten der Energiegenossenschaft. Die anwesenden Mitglieder, entlasteten den Vorstand und den Aufsichtsrat einstimmig und dankten für die gute und erfolgreiche Arbeit.

Weitere Projekte in anderen Feldern sind in der Diskussion

Im weiteren Verlauf erhielten die Mitglieder einen Überblick zu weiteren möglichen Projekten abseits der Photovoltaik, die derzeit starken Einschränkungen von Seiten des Gesetzgebers unterliegt. Da auch der Ausbau der regionalen Windkraft und damit die Möglichkeiten der Mitwirkung nicht richtig vorankommt, bleibt als Handlungsfeld die Umsetzung und Finanzierung von Projekten zur Energieeffizienz und Einsparung wie beispielsweise bei Beleuchtung oder Heizung. Da keine Wahlen anstanden, gehen Aufsichtsrat und Vorstand in unveränderter Zusammensetzung der nächsten Generalversammlung entgegen. Nach einer allgemeinen Aussprache- und Fragerunde wurde die erfolgreich verlaufene Generalversammlung beendet.

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