Percussion-AG fördert Gemeinsinn und Musikalität

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Unterzeichnen den Kooperationsvertrag für die Percussion-AG: stellvertretender Schulleiter Stefan Boss, Musikvereinsvorsitzender
Unterzeichnen den Kooperationsvertrag für die Percussion-AG: stellvertretender Schulleiter Stefan Boss, Musikvereinsvorsitzender Hubert Stoll und Musikschulleiter Tim Beck. (Foto: SZ- Simone Dürmuth)

Eine Percussion-AG gibt es an der Grundschule in Schmiechen seit den Herbstferien. Am Dienstag haben Vertreter der Grundschule, des Musikvereins Schmiechen und der Musikschule Blaubeuren-Laichingen-Schelklingen jetzt den Kooperationsvertrag unterschrieben.

An anderen Schulen, wie zum Beispiel der Heinrich-Kaim-Schule, gibt es diese Kooperation schon länger, seit den Herbstferien wird jetzt auch in Schmiechen am Dienstagmittag mit Elan getrommelt. Direkt nach den Ferien seien es etwas mehr als zehn Kinder gewesen, erzählt Sabrina Egle, Jugendleiterin beim Musikverein Schmiechen, und inzwischen trommeln knapp 20 Kinder unter der Leitung des Musikschulleiters Tim Beck.

„Ziel ist nicht, hier lauter Schlagzeuger auszubilden“, erklärt Beck. Vielmehr gehe es darum, koordinative Fähigkeiten und die Feinmotorik zu schulen. So gibt es verschiedene Schlagtechniken, die die Kinder nacheinander lernen können. Und die auch an die individuellen Fähigkeiten der Kinder angepasst werden können. Darum können auch jederzeit noch Kinder einsteigen, die an der Percussion-AG für die Kinder der dritten und vierten Klassen teilnehmen möchten. Außerdem lernen die Kinder, aufeinander zu hören und miteinander zu arbeiten. „Bei mir ist Abgucken ausdrücklich erlaubt“, so Beck. Denn er möchte, dass die Kinder so auch voneinander lernen. „Die Öffnung nach Außen ist uns immer ein Anliegen“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Stefan Boss die Kooperation mit Schule und Musikverein. Besonders wichtig sei der Schule aber auch, dass der Spaß im Vordergrund stehe.

Für die Eltern fallen für die Percussion-AG kaum Kosten an. Die Instrumente und der AG-Leiter werden vom Musikverein bezahlt, die Räumlichkeiten werden von der Schule gestellt. Die Eltern der Kinder müssen lediglich fünf Euro im Monat beisteuern. „Und wenn Eltern das auch nicht aufbringen können, dann finden wir eine Lösung“, so Tim Beck. „Wir wollen auch Kinder erreichen, die sonst vielleicht nicht den Weg in die Musikschule oder den Musikverein gefunden hätten“, ergänzt Egle.

Ziel des Musikvereins sei es, die Kinder in einer zeitgemäßen Form an die Musik heranzuführen, das funktioniere mit verpflichtendem Blockflötenunterricht, wie er früher üblich gewesen sei, nicht mehr, so Sabrina Egle. Und natürlich hoffe man auch, dass das eine oder andere Kind durch die Percussion-AG Lust bekommt, auch ein anderes Instrument zu lernen und vielleicht sogar im Musikverein mitspielen möchte. Dazu sollen auch kleine Auftritte beitragen. Zum Beispiel werden die Kinder der Percussion-AG beim „Tag der Musik“ des Musikvereins (Samstag, 25. Juni, ab 17 Uhr im Musikerheim in Schmiechen), vorstellen, was sie gelern haben.

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