Nach tödlichem Unglück: Heidelberg Cement um Normalität bemüht

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 Der Vorstand von Heidelberg Cement war wam Montag bei den Mitarbeitern im Schelklinger Zementwerk. Bei dem Unglück vom vergang
Der Vorstand von Heidelberg Cement war am Montag bei den Mitarbeitern im Schelklinger Zementwerk. Bei dem Unglück vom vergangenen Freitag handelt es sich um den schlimmsten Unfall seit langem in der Unternehmensgeschichte. (Foto: Archiv: Thomas Warnack)

Das Unternehmen Heidelberg Cement hat am Standort Schelklingen am Donnerstagvormittag langjährige Mitarbeiter geehrt. Überschattet wurde die kleine Feierstunde von der gedrückten Stimmung im Werk, die seit den tödlichen Unfällen vom vergangenen Freitag herrscht.

Werksleiter Stephan Wehning war sichtlich bemüht darum, wenigstens ein Stück weit Normalität herrschen zu lassen. Eigentlich sei diese Feierstunde immer ein Grund zur Freude, so Wehning, „und trotz der Überschattung am Standort, sie ist ein feierliches Ereignis“. Als Unternehmen und Mitarbeiter könne man den Familien der verunglückten Männer nur wünschen, einen guten Weg durch die Zeit der Trauer zu finden. Es sei hart, aber das Leben müsse weitergehen. Derzeit sei man mit der Aufklärung des Unfalls beschäftigt: „Aktuell herrscht etwas Ratlosigkeit darüber, was eingetreten ist. So etwas darf in der Zukunft auf keinen Fall wieder geschehen. Aber mit Schuldzuweisungen sind wir jetzt völlig fehl am Platz“, so der Werksleiter.

Guten Mittelweg gefunden

Trotz der gedrückten Stimmung bekamen die verdienten Mitarbeiter von Heidelberg Cement am Donnerstagmorgen den nötigen Dank auf die gebührende Weise übermittelt und die Werksleitung fand einen guten Mittelweg zwischen Trauer und Feier.

 Die Geehrten mit Werksleiter Stephan Wehning (2.v.l.) und Bürgermeister Ulrich Ruckh (r.).
Die Geehrten mit Werksleiter Stephan Wehning (2.v.l.) und Bürgermeister Ulrich Ruckh (r.). (Foto: SZ- Johannes Nuß)

Und so erhielten Wolf-Dieter Brand, Hans-Helmut Braun und Betriebsrat Ulrich Rauscher eine Auszeichnung für 40-jährige Betriebszugehörigkeit. Peter Reuß ist seit 25 Jahren an Bord, konnte aber aufgrund von Urlaub nicht an der Feier teilnehmen. Seit zehn Jahren sind Martin Braun und Emin Bilici bei Heidelberg Cement beschäftigt. Ebenfalls seit zehn Jahren ist Alen Durkovic dabei, der aber aufgrund von Nachtschicht nicht an der Feier teilnehmen konnte. Eigens von der Stadt kam Bürgermeister Ulrich Ruckh und überbrachte die Glückwünsche von Ministerpräsident Winfried Kretschmann an die drei Hauptjubilare.

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