Müllgebühren steigen um zehn Prozent

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 Die Müllgebühren in Schelklingen steigen.
Die Müllgebühren in Schelklingen steigen. (Foto: Symbol- dpa)

Um mehr als zehn Prozent werden die Gebühren für Frischwasser in Schelklingen im kommenden Jahr sinken. Das hat der Gemeinderat Schelklingen in seiner Sitzung am Mittwochabend beschlossen. Die Müllgebühren steigen um fast zehn Prozent, weil Überschüsse aus den vorangegangenen Jahren aufgebraucht sind.

Alle zwei Jahre hat die Schelklinger Verwaltung bisher die Frischwassergebühren neu kalkuliert, künftig sollen Gebühren jährlich neu kalkuliert werden. 1,7 Euro haben die Bewohner der Stadt zuletzt für den Kubikmeter Wasser bezahlt. Neben der leicht anzupassenden Grundgebühr wird nun auch die Verbrauchsgebühr kommendes Jahr auf 1,52 Euro pro verbrauchtem Kubikmeter Frischwasser gesenkt, erläuterte Marcel Kley von der Stadtverwaltung. Ursache für die angepassten Gebühren sind Gewinne, die seit 2015 erwirtschaftet wurden und die innerhalb von fünf Jahren ausgeglichen werden müssen.

Angepasst hat der Gemeinderat in diesem Zuge auch die gesplittete Abwassergebühr. Pro Kubikmeter Schmutzwasser wurden bisher 2,66 Euro fällig. Für Niederschlagswasser haben die Schelklinger 0,38 Euro pro Kubikmeter bezahlt. Diese Niederschlagsgebühr muss nun auf 0,51 Euro pro Kubikmeter erhöht werden, wohingegen Schmutzwasser um vier Cent günstiger wird. Das liege daran, dass eine Verlängerung der Betriebserlaubnis für Kläranlagen beantragt werden muss, so Marcel Kley. Diese Genehmigung sei mit Auflagen verbunden, wodurch in den kommenden Jahren vermehrte Maßnahmen für den Kanalunterhalt nötig sind.

Angepasst hat der Gemeinderat in diesem Zuge auch die Entsorgungsgebühr für Kleinkläranlagen und geschlossene Gruben. „Wir haben in Schelklingen noch 30 Haushalte, die nicht an den Kanal angeschlossen sind“, so Marcel Kley. Für den Gebührenzeitraum 2017/2018 zahlen diese Haushalte 16,42 Euro pro Kubikmeter Schlamm und 1,64 Euro je Kubikmeter Abwasser für geschlossene Gruben.

Teurer wird für die Schelklinger die Abfallentsorgung. Die Gebühren waren durch Überschüsse aus vorigen Jahren in den vergangenen Monaten niedrig, erläuterte Marcel Kley den Räten. Nun müssen die Gebühren um durchschnittlich 9,57 Prozent erhöht werden, um weiterhin kostendeckend arbeiten zu können. Zudem wurden die Abfuhrentgelte der privaten Unternehmen durch die jährliche Preisanpassungsklausel angepasst. So sei bei den Gewerbemüllgebühren eine Erhörung in Summe von 8,39 Prozent nötig. „Trotzdem liegen die Gebühren für 2019 noch unter dem Niveau von 2010 bis 2013“, machte Kley klar.

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