Liederkranz Schelklingen feiert 190. Geburtstag

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Der Liederkranz Schelklingen hat an seiner Geburtstagsfeier sein ganzes Können gezeigt.
Der Liederkranz Schelklingen hat an seiner Geburtstagsfeier sein ganzes Können gezeigt. (Foto: sz- Elisabeth Sommer)

Der Liederkranz Schelklingen hat am Wochenende seinen 190. Geburtstag mit einem gelungenen Fest in der Stadthalle gefeiert. Zum Programm gehörten Stücke aus bekannten Opern. Unterstützt wurden die Schelklinger Sänger dabei von den Solisten Gerhard Rhoden und Jasmin Reclaoui.

Feste soll man feiern wie sie fallen, und dazu entschied sich die Vorstandschaft nun auch beim äußerst hohen Geburtstag des Schelklinger Liederkranzes. Sehr niveauvoll wurde dies mit dem Konzertabend und mit bekannten Melodien aus Oper und Operette begangen. Dirigent Albrecht Krokenberger hatte seinen Chor bestens vorbereitet, der mit Potpourris aus Johann Strauß‘ „Die Fledermaus“ und dann „Im weißen Rössel“ von Ralph Benatzky überzeugend in den Abend startete und das Niveau bis zum Schluss hielt. Der Liederkranz fungierte später als Chor der Dienerschaft aus Gaetano Donizettis „Don Pasquale“, ehe die Männer mit Gastsänger Gerard Rhoden (Bariton) den Jägerchor für „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber bildeten. Als Gastsängerin überzeugte in Soli und Duetten Jasmin Reclaoui (Sopran) neben ihrem Kollegen.

Genussvolle Umrahmungen und Zwischenspiele legte auch das elfköpfige Donau-Salon-Orchester aus Laupheim mit ihrem Leiter Rudolf Strele hin. Das Orchester startete mit dem Marsch „Wien bleibt Wien“, beeindruckte mit Tangomusik und auch dem stimmungsvollen Abschluss zum Mondchor, wobei die dabei dominante Kombination von Kontrabass und Akkordeon und die einstimmende Querflöte einen bleibenden Eindruck hinterlassen werden.

Der Konzertabend darf als tadellose Werbung für den Gesang, aber auch für die Instrumentalmusik gewertet werden. Und jeder, der am Samstagabend keine Zeit für diese Veranstaltung fand, hat etwas verpasst. Diesmal werden die Schelklinger wieder über den gelungenen Hörgenuss reden und vielleicht noch die etwas unkonventionelle Kleidung des Dirigenten. Albrecht Krokenberger aus Blaubeuren ist studierter Kirchenmusiker und leitet den Schelklinger Chor seit drei Jahren. Er hat sich mit dem Liederkranz damals zum Ziel gesetzt, zum 190-jährigen Bestehen „etwas Großes“ zu machen und dieses Ziel am Samstag erreicht. Das Publikum spendete Krokenberger sehr viel Applaus für seinen Einsatz. Der neue Vorsitzende Stephan Jedele warb zum Abschluss für den Chorgesang. Immer donnerstags könnten Neuzugänge einsteigen. „Der Zusammenhalt ist sehr gut. Da ist es leicht, Vorsitzender zu sein“, sagte Jedele den Konzertbesuchern.

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