Justinger schlendern über den Jahrmarkt

Lesedauer: 3 Min

Der Adler macht bald zu. Beim Jahrmarkt kam es hier zum „Ortsvorsteher“-Treffen: Fritz Nägele, Jürgen Stoll und Josef Oechsner
Der Adler macht bald zu. Beim Jahrmarkt kam es hier zum „Ortsvorsteher“-Treffen: Fritz Nägele, Jürgen Stoll und Josef Oechsner (v.l.). (Foto: SZ- Elisabeth Sommer)
Elisabeth Sommer
Freie Mitarbeiterin

Der traditionelle Justinger Jahrmarkt hat jetzt bei schon eher spätherbstlich wirkenden Temperaturen stattgefunden. „Aber es ist trocken“, lobten die Justinger, die sich zum Schauen und Plauschen auf der „Marktstraße“ und rund um das Backhaus einfanden. An sieben Marktständen konnte eingekauft werden. So gab es Stände mit Oberbekleidung, Unterbekleidung und Mützen, Schals und Handschuhen. Zu haben waren auch Haushaltswaren und Spielsachen und an zwei Ständen gab es Süßigkeiten.

Für Süßes sorgten traditionell auch die Grundschüler mit dem Verkauf von Kuchen und frischen Waffeln im Backhaus. Die 35 Grundschüler wechselten durch, damit jede Stunde eine neue Schicht den Verkaufsdienst im Backhaus übernahm. Eltern, Schulleiterin Anita Merkle und Lehrerin Roswitha Seiffert betreuten die Kinder bei ihrem Verkaufseinsatz. Hier gab es auch Kaffee. Vor der Tür flöteten zwei Mädchen für die Besucher. Im Pavillon bereitete die Feuerwehr Grillwürste zu und verkaufte zudem kalte Getränke.

Tradition hatte bisher in Justingen immer die anschließende Einkehr im Gasthaus „Adler“ zum Mittagessen. Hier duftete es heuer pünktlich zum Jahrmarkt auch wieder nach Metzelsuppe, allerdings voraussichtlich zum letzten Mal, weil die Gaststätte zum Ende des Jahres ihren Betrieb einstellen wird, so plant es die Familie Oechsner.

Viele Einheimische und Marktbesucher aus den umliegenden Orten Ingstetten, Hausen und Hütten ließen sich die Metzelsuppe schmecken. Adler-Wirt und Alt-Ortsvorsteher Josef Oechsner räumte ein, dass mit dem Ende der Gaststätte ein privater Umbau in den Räumlichkeiten ansteht.

Im Adler fanden sich dann auch Alt-Ortsvorsteher und Oberdischingens Bürgermeister Friedrich Nägele und schließlich Ortsvorsteher Jürgen Stoll ein. Stoll fungierte beim Jahrmarkt als Marktleiter und kassierte unter anderem den Standpreis, der mit einem Euro pro Meter Händler einlädt, einmal auch auf dem Dorf zu verkaufen, wo der Andrang von Jahr zu Jahr abnimmt. „Die Alten sterben weg und die Jungen nehmen kaum noch Urlaub, um teilzunehmen“, bedauern die Anwesenden.

Mit richtig viel Andrang darf gerechnet werden, wenn der Jahrmarkt wieder auf den Tag der Deutschen Einheit fällt, im Jahr 2022.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen