Junior-Ranger eignen sich Wissen über Insekten an

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Junior Ranger besuchten den Vortrag über Insekten in Hütten.
Junior Ranger besuchten den Vortrag über Insekten in Hütten. (Foto: sz- Somm)
Freie Mitarbeiterin

Junior-Ranger-Pässe sind dazu da, mit Stempeln gefüllt zu werden. Jeder Stempel steht für eine besondere Wissenseinheit. Die Möglichkeit, solch eine Einheit zu besuchen und einen weiteren Stempel zu bekommen, gab es am Wochenende im Biosphären-Infozentrum in Hütten. Während der Veranstaltung, die aber auch von Erwachsenen besucht werden durfte, ging es um einheimische Insekten. Zwölf Kinder nahmen teil, von denen drei bereits ihren Junior-Ranger-Pass mitbrachten, um mit neuem Wissen ausgestattet, sich einen weiteren Stempel geben zu lassen. Die restlichen Kinder wurden als Neulinge in die Runde der Passinhaber aufgenommen.

Bei den jungen Veranstaltungsteilnehmern am Sonntag handelte es sich um eine Geburtstagsrunde. Zuerst gab es im Infozentrum theoretisches Wissen per Beamer über die unterschiedlichen Insekten, dann strömten Alt und Jung auf den ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen aus, um die gezeigten Tiere in echt zu entdecken. Mit dem Vorfinden des Maikäfers ist es allerdings vorbei. Dieser ist nur kurz an der Oberfläche, um sich zu paaren. Die Weibchen graben sich dann wieder ins Erdreich ein, um Eier zu legen und zu sterben. Die meiste Zeit lebt der Maikäfer im Stadium des Engerlings unter der Erde, ernährt sich von Wurzeln und kommt zur Paarung an die Luft. „Es war ein guter Maikäfermonat“, erinnerte Diplom-Biologin und TrÜP-Guide Elke Wunsch, die mit ihrem Kollegen Alfred Nagel den Theoriepart im Hüttener Zentrum leitete.

Schutz vor Fressfeinden

Die schwarz-weiße „Zahnreihe“ am Unterleib des Maikäfers soll übrigens vor Fressfeinden schützen. Weibliche und männliche Maikäfer unterscheiden sich an den Fühlern. Männchen haben sieben Fühlerplättchen, Weibchen nur sechs. Die Diplom-Biologin ging auf die Eigenheiten von Fliegen, Blattwanzen mit ihrem Stechrüssel, Schmetterlingen mit ihrem Saugrüssel, Libellen, Hummeln, Heuschrecken oder auch Ameisen ein. Großlibellen können die Flugrichtung so rasch ändern, weil die Flügelpaare unterschiedlich gestellt werden können. Hummeln zittern sich warm und seien deshalb im Frühjahr die Ersten, die sich wieder auf Nahrungssuche machen. Zum Beispiel nutzen Vögel Ameisen sozusagen als chemische Reinigung. Wie Elke Wunsch in einem Film zeigte, näherte sich ein Eichelhäher einem Ameisenhaufen in beängstigender Weise und spannte sein Flügelkleid auf. Die Ameisen bespritzten ihn mit Ameisensäure. Dadurch sterben auf Wunsch des Vogels die Milben in seinem Gefieder.

Nächste Veranstaltung im August

Die nächste Junior-Ranger-Veranstaltung, dann geht es um kreatives Arbeiten, findet am Montag, 20. August, statt. Federn, Schneckenhäuser, trocken Samenstände sind von den Kindern im Grundschulalter mitzubringen. Anmeldungen sind per Mail bei Kursleiterin Ursula Bader-Frommelt unter uplusu@t-online.de möglich. Die gleiche Kursleiterin bietet am Mittwoch, 15. August für Grundschüler eine Wanderung und Geschichten von Zwergen, Kobolden und Wichteln an. Bereits am Dienstag, 7. August, baut Inge Gutberlet (Anmeldung bie ipgutberlet@t-online.de) Flöße mit Kindern; vormittags mit Kindern von elf bis 14 Jahren und nachmittags mit Kindern von neun bis zwölf Jahren.

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