Hohle Fels: Regenwetter beeinträchtigt Tag der Höhle

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Winfried Hanold (l.) und Reiner Blumentritt präsentierten ein Modell des geplanten Informationszentrums vor dem Eingang zur Höhl
Winfried Hanold (l.) und Reiner Blumentritt präsentierten ein Modell des geplanten Informationszentrums vor dem Eingang zur Höhle. (Foto: SZ- Kurt Efinger)
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Viele Besucher hat die Schelklinger Museumsgesellschaft am Sonntag, dem traditionellen Tag der Höhle, am und im Hohle Fels erwartet. Kaltes Regenwetter verhinderte allerdings den erwarteten Andrang.

„Die Bewirtung durch den Brauchtumsverein vor der Höhle macht die Veranstaltung zu einem perfekten Ziel für einen Spaziergang am Sonntagnachmittag oder einen Zwischenstopp auf einer Wanderung durch die herrliche Natur um Schelklingen“, wurde die Attraktion im Achtal beworben. Das perfekte Ziel und die herrliche Natur warteten indes vergeblich auf den Ansturm. Auf dem Parkplatz gegenüber dem Bach waren in der ersten Stunde zehn Automobile abgestellt. Ihre Insassen verloren sich derweil im weiträumigen Felsendom der Höhle. Vor deren Eingang boten Reiner Blumentritt, der Vorsitzende der Museumsgesellschaft, und Schriftführer Winfried Hanold Schriften, Postkarten, Nachbildungen der Venus, Mineralien und Fossilien aus dem Jura zum Kauf an.

Infozentrum schon lange Thema

Das interessanteste Stück auf dem Angebotstisch war indes ein Modell des von der Stadt Schelklingen geplanten Informationszentrums Welterbe. Unter dem Titel „Höhlen und Eiszeitkunst der schwäbisches Alb" sind seit zwei Jahren sechs Höhlen, darunter der Hohle Fels, und die sie umgebende Landschaft im Ach- und Lonetal in die Unesco-Welterbeliste eingetragen. Schon zuvor hatte die Stadtverwaltung von Schelklingen geplant, Besuchern der Höhle in einem Informationsgebäude einen vertiefenden Einblick in den hier in Erscheinung getretenen Lebensraum des Jungpaläolithikums zu vermitteln.

Die Anerkennung als Welterbe jedoch unterband die Errichtung am Rand des in der Kernzone des Welterbes gelegenen Parkplatzes. Dabei würde sich die flache Silhouette des gestreckten Baus der dahinter aufsteigenden Landschaft mit deren waagrecht übereinander liegenden Kennlinien perfekt anpassen. Die Antwort auf die Frage, ob der Schelklinger Entwurf in das Bild der Kernzone passt oder nicht, liegt liegt beim Welterbezentrum in Paris. Schelklingen hofft auf eine positive Entscheidung.

Prüfung steht aus

Die bei schlechtem Wetter wie am vergangenen Sonntag nicht optimale ansonsten aber stetig wachsende Zahl von Besuchern des Hohle Fels drängt geradezu auf einen der Welterbestätte würdigen Empfang bei der Ankunft auf dem Parkplatz. Dies den Entscheidungsträgern mit der Bitte um eine – alle Aspekte der Raumgestaltung berücksichtigende – Prüfung der mit der Anerkennung als Welterbe verbundenen Notwendigkeiten vermitteln zu wollen, dürfte nicht vermessen sein. Schelklingen und die Region hätten dies verdient.

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