Gedenkzeremonie für tödlich verunglückte Bauarbeiter in Zementwerk

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 Der Vorstand von Heidelberg Cement war wam Montag bei den Mitarbeitern im Schelklinger Zementwerk. Bei dem Unglück vom vergang
Der Vorstand von Heidelberg Cement war am Montag bei den Mitarbeitern im Schelklinger Zementwerk. Bei dem Unglück vom vergangenen Freitag handelt es sich um den schlimmsten Unfall seit langem in der Unternehmensgeschichte. (Foto: Archiv: Thomas Warnack)
Johannes Nuß
Redakteur

In allen Werken von Heidelberg Cement standen am Montagmorgen die Maschinen still: Bundesweit wurde den verunglückten Männern gedacht, die am vergangenen Freitag bei einem Betriebsunfall im Schelklinger Zementwerk ums Leben gekommen waren. „Zusätzlich gab es morgens noch eine außerordentliche Betriebsversammlung in Schelklingen“, berichtet Unternehmenssprecherin Elke Schönig.

Dazu seien extra auch der Vorstand aus der Unternehmenszentrale in Heidelberg in Person von Bernd Scheifele und seinem Stellvertreter Dominik von Achten nach Schelklingen gekommen, um den 147 Mitarbeitern vor Ort beizustehen. Es sei der schlimmste Unfall, der sich seit Jahren im Unternehmen ereignet hatte. Alle im Unternehmen seien schockiert und derzeit mit der Trauerverarbeitung beschäftigt.


Im Schelklinger Zementwerk von HeidelbergCement ist es am Freitagmittag zu einem schweren Unfall gekommen.
Im Schelklinger Zementwerk von HeidelbergCement ist es am Freitagmittag zu einem schweren Unfall gekommen. (Foto: Archiv: Martina Dach)

Am vergangenen Freitag war es in dem Werk in Schelklingen zu einem folgeschweren Unfall gekommen, bei dem ein 20- und ein 40-jähriger Arbeiter aus Polen ums Leben kamen. Die Arbeiter waren unter anderem mit dem Bau der neuen 140 Meter hohen Ofenanlage beschäftigt.

Ermittlungen dauern weiter an

Derweil dauern die Ermittlungen zur Unfallursache weiter an, wie Polizeisprecher Wolfgang Jürgens gegenüber der „Schwäbischen Zeitung“ bestätigte. Immer noch habe man die Unfallstelle nicht betreten können, da akute Einsturzgefahr herrsche.

Ein Gutachter sei zwar inzwischen eingeschaltet worden, allerdings arbeite man derzeit noch an einem Konzept, wie die Unfallstelle in dem Silo gefahrlos betreten werden könne.

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