Fritteuse fängt Feuer und setzt Schulhaus in Brand

Lesedauer: 4 Min
Das Schulhaus in Hausen stammt aus dem Jahr 1892 – und ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar.
Das Schulhaus in Hausen stammt aus dem Jahr 1892 – und ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar. (Foto: kou)

127 Jahre alt ist das Schulhaus in Hausen ob Urspring – nach einem Brand am Donnerstagmittag gegen 13 Uhr ist das Gebäude in der Ringstraße nicht mehr bewohnbar. Die Flammen wüteten rasch im ersten Stock des Hauses, das sich aktuell drei Geflüchtete als Unterkunft teilen. „Zwei davon sind derzeit im Urlaub, einer war vor Ort“, erklärte Christine Hepperle, Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Schelklingen. Der 24-jährige Bewohner konnte sich rechtzeitig nach Ausbruch des Brandes in Sicherheit flüchten. Schnell vor Ort war die Hausener Feuerwehr, schließlich liegt das Feuerwehrhaus 50 Meter vom Schulhaus entfernt. Nach zwanzig Minuten hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle, der Schaden am historischen Gebäude ist groß.

45 Kräfte im Einsatz

Zahlreiche Unterstützung erhielten die örtlichen Feuerwehrleute von den Wehren der Stadt Schelklingen, der Abteilung Justingen, Blaubeuren und Laichingen. Insgesamt 45 Kräfte waren im Einsatz. Bernd Späth, Einsatzleiter und stellvertretender Kommandant der Schelklinger Feuerwehr, sagte: „Verletzt wurde niemand. Der Schaden aber ist hoch, weil viel Wasser für das Löschen der Holzdecken und -böden benötigt wurde.“ Der stellvertretende Kreisbrandmeister Achim Lang (Dornstadt) erklärte sich zufrieden, wie schnell seine Kollegen den Brand unter Kontrolle gebracht hatten. Weil direkt nach dem Einsatz auch nicht klar war, inwiefern die Statik des alten Hauses beeinträchtigt wurde, rückte ein Experte des THW an. Den Sachschaden des Brandes schätzen die Polizeibeamten auf rund 50 000 Euro.

Ermittlungen laufen

Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Ursache auf und vermeldet zumindest einen Teilerfolg. So soll nach ersten Erkenntnissen eine Fritteuse den Brand verursacht haben. Diese hatte der 24-jährige Bewohner eingeschaltet, schilderte er später der Polizei. Er habe das Gerät nur kurz aus den Augen gelassen, dann schon sei es in Flammen gestanden. Die Beamten wollen die Ermittlungen am Brandort weiterführen, sobald das Gebäude betreten werden kann. Dies wird jedoch frühestens am Freitag möglich sein, so die Polizei. „Jetzt wird Brandwache geschoben, um zu verhindern, dass Glutnester entstehen“, erklärte Späth noch am Mittag.

Christine Hepperle, die wie Schelklingens Hauptamtsleiter Edgar Sobkowiak vor Ort war, berichtet, dass für die drei Bewohner kurzfristig eine Unterbringung gefunden wurde. Auch sie rechnet nicht damit, dass im Schulhaus jemals wieder gewohnt werden kann.

Meist gelesen in der Umgebung
Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen