Feuerwerk in der Offensive: Ursprings U16 schlägt Tübingen klar

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 Maximilian Langenfeld (mit Ball) war mit 40 Punkten der überragende Werfer des Teams Urspring im vorentscheidenden JBBL-Vorrund
Maximilian Langenfeld (mit Ball) war mit 40 Punkten der überragende Werfer des Teams Urspring im vorentscheidenden JBBL-Vorrundenduell gegen Tübingen. (Foto: SZ- mas)

Mit einem Kantersieg hat die U16 aus Urspring im fünften Spiel der Vorrundengruppe 7 der Jugendbasketball-Bundesliga (JBBL) ihren dritten Sieg erzielt. Mit 118:76 fertigten die Urspringschüler in eigener Halle die Young Tigers Tübingen ab und stießen damit das Tor zur Hauptrunde auf. Trainer Oliver Heptner sah trotz der Überlegenheit seines Teams Urspring im Duell zweier zuvor punktgleicher Mannschaften noch Steigerungsmöglichkeiten.

JBBL, Vorrunde: Team Urspring – Young Tigers Tübingen 118:76 (24:17, 34:17, 34:23, 26:19). - „Offensiv haben wir ein Feuerwerk abgebrannt“, sagte Heptner, schränkte aber ein. „Nicht alle Spieler hatten einen guten Tag.“ Jonathan Diederich und Daniel Helterhoff bescheinigte der Urspring-Trainer „eine solide Leistung“ – trotz 22 Punkten und 14 Rebounds bei Diederich und 17 Punkten und 21 Rebounds (davon 14 in der Offensive) bei Helterhoff. Die stattliche Zahl an Rebounds gerade bei Helterhoff sei aber auch den vielen Fehlwürfen des Spielers geschuldet gewesen, nach denen er sich den Ball oft zurückholte und sich damit eine zweite und manchmal dritte Wurfchance sicherte. Insgesamt warf das Team Urspring aus dem Spiel heraus mehr als 90-mal auf den Korb, Tübingen dagegen nur 58-mal.

Mit seiner Wurfausbeute „war der Spieler selbst auch nicht zufrieden“, so sein Trainer, der davon sprach, dass das Ergebnis noch deutlicher ausfallen können. Zumal Heptner auch mit der Verteidigung nicht ganz einverstanden war. „76 Punkte hätten nicht sein müssen, wir hätten die Tübinger auch unter 60 halten müssen“. Doch das war auch dem Spielverlauf geschuldet, eine klare Führung sorgt oft dafür, dass man in der Abwehr nicht mehr mit der letzten Konsequenz zu Werke geht. Ungeachtet der noch vorhandenen Schwächen bei Urspring war die Vorstellung gegen Tübingen bemerkenswert. Die Mannschaft stand, ebenso wie der Gegner, vor der Begegnung mit dem Rücken zur Wand. Bei einer Niederlage wäre das erste Saisonziel von Heptners Team, die Qualifikation für die Hauptrunde (nur die ersten drei der Vorrundengruppe kommen weiter) vorzeitig geplatzt. Ursprings U16 ließ vom ersten Sprungball an keine Zweifel aufkommen, dass sie unbedingt in die Hauptrunde wollte. Angetrieben von Maximilian Langenfeld, mit 40 Punkten (bei einer Trefferquote aus dem Feld von rund 70 Prozent) bester Werfer, führte das Team von Heptner nach dem ersten Viertel mit 24:17 und zur Halbzeit mit 58:34. Der Vorsprung wuchs nach dem Seitenwechsel über 92:57 nach Drittel drei bis zum Endstand von 118:76. „Offensiv haben wir uns in einen kleinen Rausch gespielt. Und dass Maxi heißlief, hat sich auf die gesamte Mannschaft übertragen“, lobte der Trainer seinen Topscorer.

Oliver Heptner hofft, dass sein Team die Leistung im abschließenden Gruppenspiel am Sonntag, 11. November, 11 Uhr, beim USC Freiburg bestätigt. Der Tabellensechste Freiburg hat keine Chance mehr auf das Erreichen der Hauptrunde, während das auf Rang drei geführte Team Urspring aufgrund der Siege gegen den Viertplatzierten Ludwigsburg und den Fünften Tübingen zusammen mit Crailsheim und Ulm vorrücken wird. Heptner verschwendet daran allerdings keinen Gedanken. Mit dem Schwung und dem Selbstvertrauen aus dem Tübingen-Spiel „wollen wir mit einem Sieg die Vorrunde beenden“. Voraussichtlich wieder zur Verfügung steht gegen Freiburg Richard Hinitschew, der aufgrund einer im Training erlittenen Rippenprellung zuletzt pausieren musste.

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