Diese beiden Männer führen künftig das Konradihaus in Schelklingen

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Oliver Jaschek (Mitte) führt zusammen mit Roland Zeller (links) künftig das Konradihaus. Josef Barabeisch (v.l.), Sozialdezernen
Oliver Jaschek (Mitte) führt zusammen mit Roland Zeller (links) künftig das Konradihaus. Josef Barabeisch (v.l.), Sozialdezernent des Landratsamts, Diakon Hubert Liebhardt und Bürgermeister Ulrich Ruckh wohnten der Amtseinführung bei. (Foto: SZ- kou)
Sven Koukal

Mit Oliver Jaschek hat das St. Konradihaus in Schelklingen einen neuen Direktor – zugleich ist der 38-Jährige neuer pädagogischer Vorstand. Er wird zusammen mit Direktor Roland Zeller, künftiger wirtschaftlicher Vorstand, die Stiftung leiten. Jaschek wurde am Dienstagmittag feierlich in sein neues Amt eingeführt. „Wir brauchen nicht nach hinten blicken, entscheidend ist, dass wir gemeinsam nach vorne schauen“, sagte Jaschek zu Beginn.

Jaschek leitete bisher die katholische Fachschule für Sozialpädagogik Ulm. Der 38-Jährige ist verheiratet und hat drei Kinder. Er kommt gebürtig aus dem bayerischen Schwabenland nähe Günzburg und ist in Senden aufgewachsen. Für seine neue Tätigkeit bringt er viel Erfahrung mit: Jaschek ist staatlich anerkannter Erzieher, Sozialpädagoge sowie Berufsschullehrer und war bereits in verschiedenen Bereichen der Jugendhilfe, Schule und Einrichtungsleitung tätig.

Der Vorsitzendes des Verwaltungsrats Diakon Hubert Liebhardt sagte: „Direktor Jaschek ist ein absoluter Glücksfall für die Stiftung St. Konradihaus und wir sind sehr dankbar, ihn als pädagogischen Vorstand gewonnen zu haben. Er zeichnet sich durch Fachlichkeit, Leidenschaft und Verantwortungsbewusstsein aus.“ Zudem sei er ein Mensch, der anpacken kann, um den Herausforderungen des Wandels in der Jugendhilfe zu begegnen und die Stiftung fundiert und sachlich neu aufzustellen.

Doppelspitze als Chance

War Roland Zeller bisher alleiniger Direktor, so übernimmt er in Zukunft die Position als Wirtschaftlicher Vorstand und bildet mit Jaschek das Führungsteam. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und sehe mit der Doppelspitze eine große Chance, das pädagogische Profil des St. Konradihauses und unsere Angebote in der Jugendhilfe zu stärken und auf die sich verändernden Bedingungen anzupassen“, erklärte Zeller.

Der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung Martin Stöferle, der 200 Mitarbeiter der Stiftung repräsentiert, ist positiv auf die Besetzung des pädagogischen Vorstands eingestellt. „Herr Jaschek hat viel Erfahrung in der Jugendhilfe und ist leitungserfahren. Wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit.“ Bürgermeister Ulrich Ruckh verdeutlichte ihm, die Erwartungen, die sich in seiner neuen Position bündeln. Schelklingen schätze die Arbeit des Konradihauses, auch als Teil der kleinstädtischen Infrastruktur. Sozialdezernent Josef Barabeisch sprach vom Selbstverständnis des Konradihauses, das sich durch „besonderes gesellschaftliches Wirken“ auszeichnet. „Es gibt aber auch Entwicklungspotential“, sagte er.

Dieses sieht auch Jaschek. Er arbeite daraufhin, der Jugend eine Stimme zu geben, die Stigmatisierung in der Gesellschaft aufzuheben und die Mitarbeiter zu stärken. „Nur gemeinsam und in kollektiver Zusammenarbeit aller Mitarbeiter werden wir auf die veränderten Bedürfnisse der Jugendhilfe eine Antwort finden.“ Von den Abteilungen Feinwerkmechaniker, Bäckerei und Schreinerei bekam Jaschek jeweils einen Schlüssel überreicht: einen in Holz, einen aus Metall sowie einen aus Laugengebäck.

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