Die Schelklinger Grundschule hat einen neuen Leiter – Musik spielt in seinem Leben eine wichtige Rolle

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Torsten Knaudt gibt nun den Ton an
Torsten Knaudt gibt nun den Ton an (Foto: SZ- Sven Koukal)
Sven Koukal

Gleiche Schule, neues Amt: Nach vier Jahren als Konrektor ist Torsten Knaudt nun der neue Leiter der Heinrich-Kaim-Grundschule in Schelklingen. Die Schulamtsdirektorin des Staatlichen Schulamts in Biberach, Petra Schoch, beglückwünschte ihn zum neuen Posten am Freitag bei bei seiner offiziellen Amtseinsetzung im Foyer der Schule. Seit 16 Jahren ist Knaudt bereits Teil des Lehrerkollegiums – und damit ein „alter Hase“, wie ihn sein Vorgänger Jürgen Haas bezeichnete.

Seine offizielle Amtseinsetzung feierte Knaudt im Beisein des Schelklinger Bürgermeisters Ulrich Ruckh sowie zahlreichen Kollegen und Gemeinderäten. Petra Schoch blickte in ihrer Begrüßungsrede zurück auf Knaudts berufliche Laufbahn und betonte direkt zu Beginn: „Kompliment und Gratulation, das ist ein klarer und zielgerichteter Weg, eine außergewöhnliche und vorbildliche Karriereleistung.“

Knaudt gilt als ruhig, empathisch und verlässlich

Der gebürtige Spaichinger besuchte das Immanuel-Kant-Gymnasium in Tuttlingen, ehe er nach seinem Zivildienst ein Studium an der PH Freiburg aufnahm. Der Schwerpunkt: die Grundschule mit den Fächern Musik, Mathematik und Anfangsunterricht. Direkt nach dem Referendariat verschlug es ihn nach Schelklingen. Knaudt erinnert sich noch genau an seine Anfänge: „Ich wurde mit offenen Armen empfangen und habe mich hier direkt sauwohl gefühlt.“ Seit 2014 war er Konrektor. Im vorigen Jahr dann reichte er seine Bewerbung als Schulleiter ein. „Und auch diese Bewerbung schließen Sie mit Erfolg ab“, sagte Schoch und überreichte ihm unter Beifall der Anwesenden die offizielle Urkunde. Auch Jürgen Haas, der mittlerweile die Gemeinschaftsschule Schelklingen-Allmendingen leitet, fand für seinen Nachfolge nur lobende Worte. Die Zusammenarbeit habe immer ausgezeichnet funktioniert. Knaudt gilt als ruhig, empathisch und verlässlich. Das sagt er auch über sich selbst: „Ich bin ein geduldiger Zuhörer. Jetzt will ich den neuen Erwartungen gerecht werden.“

Bürgermeister Ulrich Ruckh sagte: „Sie verbinden Schule mit Lebensfreude und haben bewiesen, dass sie der richtige Mann für die Stelle sind.“ Zwar sei er neu im Amt, nicht aber neu in Schelklingen. Dort werde sein Wirken seit Jahren wertgeschätzt. Unter anderem ist er außerschulisch im Schelklinger Liederkranz aktiv, zeitweise auch als Dirigent.

Sein musikalisches Talent spielt auch innerhalb der Schule eine wichtige Rolle. Er steht der Fachschaft Musik vor und leitet den Grundschulchor. Bei der Feier ließ er es sich deshalb auch nicht nehmen, bei einem von drei musikalischen Beiträgen selbst ans Klavier zu sitzen. Die Leidenschaft für die Musik hat er vermutlich von seinem Vater, dieser war bis 2001 Musiklehrer in Tuttlingen.

Schoch verglich Knaudt im Anschluss gar mit dem Namensgeber der Schule: Auch Heinrich Kaim habe eine Leidenschaft für die Musik geteilt, gründete unter anderem 1826 den Schelklinger Liederkranz. „Ich bin mir sicher, dass sie in ihrer neuen Aufgabe eine neue Melodie finden. Und wer weiß, vielleicht komponieren sie ja bald ein eigenes Lied für die Grundschule?“, fragte Schoch mit einem Augenzwinkern.

Während der Feier war zu spüren, wie sehr Knaudt die Schelklinger Schule am Herzen liegt. „Schule sollte ein Ort sein, an dem Menschen Träume haben“, erklärte er. Besonderen Dank sprach er an die Schüler und Lehrer aus, die bei der Planung und Umsetzung der Feier geholfen hatten. Nach zahlreichen Geschenken und weiteren Dankesworten klang die Feier bei einem Stehempfang aus.

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