Didgeridoos und andere außergewöhnliche Instrumente

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Ralph Gaukel (rechts) brachte Andreas Deuschle zum Konzert mit.
Ralph Gaukel (rechts) brachte Andreas Deuschle zum Konzert mit. (Foto: SZ- Elisabeth Sommer)
Freie Mitarbeiterin

Von oben war es diesmal recht trocken im Hohle Fels beim Höhlenkonzert. Allerdings der Temperaturunterschied zwischen Achtal draußen und Höhlenhalle, bei konstant nur acht bis zehn Grad drinnen, konnte in die Knochen steigen. Der kluge Höhlenkonzertbesucher sorgt vor und bringt nicht nur einen Stuhl mit, um nicht auf den Erdboden sitzen zu müssen, sondern hat auch eine Wolldecke dabei. Diesmal musizierte Ralph Gaukel und brachte dazu seinen Kollegen Andreas Deuschle, zahlreiche Didgeridoos und andere außergewöhnliche Instrumente mit.

Zu den urzeitlichen Klängen von Didgeridoo, Hirtenflöte oder auch Hang in der Urzeithöhle passt der Obertongesang, der mehrfach im Konzert am Samstagabend wirkungsvoll erzeugt wurde. Meist traten Ralph Gaukel und sein Musikerkollege aber als Duett mit dem gleichen Instrument auf. Sie präsentierten sich als Digderidoo-Duo und als Hirtenflöten-Duo, wobei Deuschle das Publikum noch mehr in das Konzert einband, indem er von der kleinen Bühne stieg und die Wege in der Höhle abging. Als besonders eindrücklich mag den Besuchern auch das Maultrommel-Duett von Ralph Gaukel und Andreas Deuschle in Erinnerung bleiben. Geschätzt von Josef Widmann und Reiner Blumentritt am Einlass, fanden diesmal knapp über 100 Zuschauer den Weg zum Konzert.

Naturbühne soll Holzbühne ersetzen

Noch vor der Zugabe nach etwa anderthalb Stunden gingen diesmal ein paar Leute eilig zum Ausgang. Die Einlasskontrolleure händigten rasch den Schlüssel für die Mobil-WC-Box aus, die einst für die Grabungsteams aufgestellt wurden und bei Konzerten auch von den Besuchern benutzt werden dürfen. Seit einiger Zeit steht etwas weiter entfernt auf dem Parkplatz ein WC-Wagen. Dieser kann aber nicht benutzt werden. Zwei Konzerte finden heuer noch in der Höhle statt. Wie Reiner Blumentritt wissen ließ, informierte sich eine Theatergruppe über den Hohle Fels als möglichen Auftrittsort, man darf also auf das 2019er-Programm gespannt sein. Die derzeitige kleine Holzbühne am Fuß der Höhlenhalle soll weichen und durch eine Naturbühne gegenüberliegend ersetzt werden. Dort gibt es eine ebene Fläche.

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