Baugesuch beschäftigt Ortschaftsrat

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Im ersten Obergeschoss des Hauses St.-Antonius-Straße 2 (rechts über dem geparkten silbernen Auto), soll ein Anbau erfolgen.
Im ersten Obergeschoss des Hauses St.-Antonius-Straße 2 (rechts über dem geparkten silbernen Auto), soll ein Anbau erfolgen. (Foto: Sz- Elisabeth Sommer)
Elisabeth Sommer
Freie Mitarbeiterin

Die Ansicht in der St.-Antonius-Straße in Schmiechen könnte sich bald verändern. Im Ortschaftsrat wurde ein Baugesuch behandelt, das den Anbau an dem Wohn- und Geschäftshaus, Hausnummer 2, am Schnittpunkt von Antoniusstraße und Kirchplatz betrifft. Im ersten Stock möchte ein Planungsbüro einen Büroanbau vornehmen und diesen Vorbau in den Maßen vier auf 7,5 Metern auf zwei Stützpfeiler stellen.

Ortschaftsratsmitglied Thomas Tolksdorf nahm kein Blatt vor den Mund und sagte „es ist eine Notlösung -es ist eine architektonische Katastrophe“. Aber wenn die Eigentümer des Wohnhauses nichts dagegen hätten, dann würde er das Baugesuch mittragen.

Durch die Pfeiler fällt voraussichtlich ein Parkplatz weg. Um die Haftung für die Stadt auszuschließen, soll dem Bauherrn nach Möglichkeit das Gelände unter dem Anbau verkauft werden, sagte Ortsvorsteherin Kerstin Scheible. Ihr Amtsvorgänger Wolfgang Bucher erinnerte an das einstige Innenentwicklungskonzept und fragte, ob dieses dem Baugesuch entgegenstehen könnte. Dieser Hinweis wurde aufgenommen, um diesen bei der Prüfung des Baugesuchs an höherer Stelle klären zu lassen.

Einstimmiger Beschluss

Am heutigen Mittwoch wird das Baugesuch in Schelklingen im Technik- und Umweltausschuss behandelt. Der Empfehlungsbeschluss des Schmiechener Ortschaftsrates für das Baugesuch fiel einstimmig aus. Die im Erdgeschoss ansässige Friseurin Denise Zeiher begrüße den Anbau, da dieser weniger Sonneneinstrahlung auf die großformatigen Fensterflächen verspricht, konnte Ratsmitglied Heinz Zeiher als Information beifügen. Da es sich um ein gewerbliches Baugesuch handele, sollte der Rat großzügig sein, sagte Zeiher. Ratsmitglied Werner Meixner erinnerte, dass in der „Cloud“ der Stadtverwaltung nicht nur Baugesuche für den Gemeinderat, sondern auch den Ortschaftsrat zugänglich gemacht werden sollten, um sich gerade über solche außergewöhnlichen Baugesuche vorab ein Bild verschaffen zu können.

Ortsvorsteherin Kerstin Scheible informierte, dass am 25. Oktober eine Verkehrsschau stattfindet. Sie schlug der Stadtverwaltung vor, den Kreuzungsbereich St.-Antonius-Straße/Von-Fleck-Straße zu besichtigen, um eventuell ein Parkverbot zu erreichen. Parkende Fahrzeuge führten teilweise dazu, dass Fahrer zu weit nach links ziehen, was in einem Kreuzungsbereich sehr gefährlich ist. Werner Meixner bat darum, die Einfahrt in den Sommerberg zu besichtigen. An der vorgelagerten Ampel der Albbahn könnte ein „Grüner Pfeil“ angebracht werden, damit zumindest der Erste in der Warteschlange, wenn dieser gar nicht über die Bahnlinie möchte, ungestraft nach rechts abbiegen darf.

Die Fußgängerbrücke an der Kirche hat einen neuen Belag erhalten. Die Bretter wurden mit einer Kunststoffschicht überzogen. Allerdings sei dies als Test zu betrachten. Der Bauhof, der die Arbeiten ausführt, könne nicht garantieren, dass der Belag eine erhebliche Sommerhitze oder Winterkälte unbeschadet übersteht, wies die Ortsvorsteherin hin.

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