Aufbaugmynasium an der Urspringschule ab September

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Schulleiter Rainer Wetzler erklärte Inge Banholzer und Monika Radermacher die Inhalte des Aufbaugymnasiums.
Schulleiter Rainer Wetzler erklärte Inge Banholzer und Monika Radermacher die Inhalte des Aufbaugymnasiums. (Foto: SZ- Somm)
Elisabeth Sommer
Freie Mitarbeiterin

Im September startet an der Urspringschule das Aufbaugymnasium (die „Schwäbische Zeitung“ berichtete). Zu einer Informationsstunde dazu fanden sich am Sonntagabend einige Eltern und potenzielle Schüler ein. Schulleiter Rainer Wetzler informierte über den Unterricht des Zusatzjahres, das nach der zehnten Klasse zum Aufbau für die Kursstufe eingebaut wird. Ausreichend Schüler hätten sich bereits angemeldet. Mit sechs bis zehn Schülern im Aufbaugymnasium wird gerechnet. Sie werden von neun Lehrern, darunter auch der Schulleiter selbst, unterrichtet. Die Lehrer wollen sehr eng zusammenarbeiten.

Nach derzeitigem Stand werden drei Schüler mit Realschulabschluss von außen zum Urspringer Aufbaugymnasium kommen. Realschüler haben vor der Gründung des Aufbaugymnasiums, das Zeit bietet den erlernten Stoff zu vertiefen, das zehnte Schuljahr in Urspring meist wiederholt. Die um ein Jahr längere Lernzeit bis zum Abitur ist aber auch für derzeitige Urspringschüler interessant, die einer Doppelbelastung unterliegen, sagte Rainer Wetzler. An der Urspringschule können bekanntlich Handwerkerlehren absolviert werden, die von den Gymnasiasten 3600 Stunden parallel zum Schulunterricht abverlangen, um den Gesellenbrief als Schreiner, Feinwerkmechaniker oder auch Maßschneider erhalten zu können. Außerdem zahle sich die gewonnene Zeit bis zum Abitur für Basketballer aus, um länger in der Jugend-Basketball-Liga spielen zu können.

Eltern verlangen bessere Noten

„Es muss aber auch eine bessere Note herauskommen, als nach dem G8“, sagte eine Mutter. Dieser Wunsch hängt mit Studienfächern zusammen, die einem Numerus clausus unterliegen. Außerdem biete das Zusatzjahr mehr Zeit, damit sich die Jugendlichen überhaupt Klarheit über ihren Berufswunsch verschaffen können. Schulleiter Wetzler sieht für das G8 ab der nächsten Landtagswahl in Baden-Württemberg aus verschiedenen Gründen keine Zukunft. Die Kinder müssten später schließlich noch lange genug arbeiten, pflichtete ein Vater bei.

Sozialpraktikum ist Pflicht

Urspring ist ein allgemeinbildendes Gymnasium mit der zweiten Fremdsprache Französisch und eine Ganztagsschule mit Unterricht von 7.40 bis 15.20 Uhr. Das Aufbaugymnasium richtet sich nach dem Rhythmus der Urspringschule. Ein dreiwöchiges Sozialpraktikum ist verpflichtend. Schüleraustausche zum Sammeln von Auslandserfahrung sind möglich und erwünscht, allerdings nicht länger als ein Vierteljahr aufgrund der Mathematikblöcke. Hausaufgaben würden spärlich verteilt, um den Schülern in ihrer Freizeit andere Aktivitäten zu ermöglichen. 660 Euro, inklusive Essenskosten, beträgt das monatliche, steuerlich absetzbare Schulgeld am Aufbaugymnasium für externe Schüler, sagte der Schulleiter.

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