Stubenmusik zugunstender Wolfgangskirche

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Rund 100 Zuhörer lauschten den Musikern beim Konzert in der Wolfgangskirche in Rottenacker.
Rund 100 Zuhörer lauschten den Musikern beim Konzert in der Wolfgangskirche in Rottenacker. (Foto: Sz- khb)
Karl-Heinz Burghart

Mit dem schwäbischen Neujahrsgruß „I wünsch Euch a g’sunde Welt, dr Frieda ond dr heiliga Geist“, hat Pfarrer Jochen Resuch mehr als hundert Besucher zum „alpenländischen Weihnachtssingen in nachweihnachtlicher Zeit“ in der Wolfgangskirche in Rottenacker begrüßt. Die „Weihungstaler Stubenmusik“, so Reusch, komme „aus Ulm, um Ulm und um Ulm herum“. Benannt nach einem Ortsteil von Illerkirchberg waren drei Sängerinnen, ein Sänger und sechs Instrumentalisten aus Weihungstal zu Gast in Rottenacker.

Mit dem Instrumentalstück „Schia Langsam wecht’s still“, gespielt von Harfe, Zithern, Gitarre, Hackbrett und Querflöte, eröffnete die Stubenmusik das Kirchenkonzert. Die Weihungstaler Stubenmusik habe sich „dem Alpenländischen aus dem schwäbisch-bayerischen Raum“ verschrieben, erfuhren die Zuhörer. Und so begrüßte das Gesangsquartett, passend gekleidet in Dirndln und Loden-Janker, das Publikum mit dem Lied „Jetzt fanget mir zom Singa a“. Dann wechselten sich klassische Weihnachtsmelodien aus dem Alpenraum mit modernen Songs zur Weihnachtszeit ab und zwischendurch trugen die Weihungstaler besinnliche Texte vor.

„Es läuten die Glocken von nah und fern“, das „Amen der Berge“, die „Rosen der Madonna“ und der „Andachtsjodler“ gehörten zum alpenländischen Teil des Konzertabends. Während „Halleluja, sing ein Lied“, „White Christmas“ und „O holy night“ die Zuhörer zum „Mitswingen“ brachte. Zwischen dem Instrumentalstück „Ebbes hoimeligs“ und einem Harfensolo, hörten die Besucher die Geschichte vom „Vierten der Dreikönige“, der seine Edelsteine an Bedürftige verschenkte, ohne dieses Geschenk nicht zur Krippe kam, und wurden aufgefordert, im neuen Jahr „als Menschen so neu zu erwachen, wie die Natur“. Gemeinsam wurde „Oh du Fröhliche“, „Stille Nacht“ und „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ gesungen. Auf die Geschichte vom „Jörgele“ folgte das Instrumentalstück „Boarischer Zauber“ und das Lied der Weihungstaler Stubenmusik „Zauber der Heiligen Nacht“. Mit dem „Christrosen-Sträußle“ bedankten sich die Musiker und Sänger beim Rottenacker Publikum für den langen Applaus und die Spenden zur Renovierung der Wolfgangskirche.

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