Stöhrs neue Logistikhalle ist in Betrieb

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5000 Quadratmeter mehr Lagerfläche ermöglicht die neue Halle des Rottenacker Unternehmens Stöhr Logistik.
(Foto: SZ- Kircheis)
Eileen Kircheis

Die Firma Stöhr Logistik aus Rottenacker hat ihre Logistikfläche vergrößert. Die neue, rund 5000 Quadratmeter große Logistikhalle, ist nun fertig, schon jetzt lagern zahlreiche Paletten und Gitterboxen in der riesigen Halle und seit etwa einer Woche werden hier die ersten Lastwagen be- und entladen.

Rund sieben Monate haben die Arbeiten auf dem Gelände an der Grundlerstraße in Rottenacker gedauert – bis die neue Logistikhalle fertig war. „Wir haben die zusätzliche Fläche benötigt“, betont Geschäftsführer Erwin Stöhr. Schon vor Baubeginn seien Anfragen von Kunden da gewesen, denen das Unternehmen jetzt auch gerecht werden könne. Namhafte Unternehmen. beispielsweise aus der Automobilbranche, gehören zu den Kunden des Logistikdienstleisters. Die Bandbreite der Produkte, die in Rottenacker gelagert werden, reicht von Kunststoffteilen, Gussteile der Automobilindustrie bis hin zu Lebensmittelzusatzstoffen.

Stöhr hat aber nicht nur die Lagerkapazitäten in Rottenacker verdoppelt, sondern auch das Firmengelände an sich erweitert. 20 000 Quadratmeter hat das Unternehmen für den Anbau zusätzlich erworben – damit umfasst das Gelände nun eine Fläche von 45000 Quadratmetern. „Das ist der Vorteil an einem Standort im ländlichen Raum, hier gibt es für Unternehmen genügend Platz, um zu wachsen“, betont Stöhr, der sich mit der Expansion auch zum Standort in der Gemeinde bekennt. Zwar böten Standorte in Ballungszentren oft einen direkteren Zugang zu Autobahnen, die Fläche sei hier aber meist stark begrenzt. „In Rottenacker gäbe es ringsherum noch genügend Fläche, um später noch weiter zu wachsen“, so Stöhr.

Insgesamt bewirtschaftet Stöhr Logistik 35 000 Quadratmeter Logistikfläche an fünf Standorten. Das Lagervolumen am Standort in Rottenacker hat sich mit dem Hallenneubau jetzt verdoppelt. Beide Hallen sind mit einem Durchgang verbunden. „Das ermöglicht kurze Wege“, so der Geschäftsführer. Aus Sicherheitsgründen sind beide Bereiche aber mit einer Brandschutzwand voneinander getrennt. Auf den Dächern der Hallen sind Photovoltaik-Anlagen installiert, die das Unternehmen mit Strom versorgen, 50 Prozent des Strombedarfs werden so abgedeckt.

Die Besonderheit der neuen Halle ist der Hallenkran, der es dem Unternehmen ermöglicht, sehr schwere Maschinenteile mit einem Maximalgewicht von 25 Tonnen umzuschlagen. „Die neuen Möglichkeiten erlauben es uns, den Service für unsere Kunden noch weiter zu verbessern“, sagt Erwin Stöhr. Die Logistikbranche habe sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Immer neue Aufgaben würden auf die Unternehmen zukommen. „Von einem klassischen Transportunternehmen haben wir uns zu einem modernen Logistikdienstleister entwickelt, der das komplette Transport- und Logistikportfolio abdeckt“, erklärt Stöhr.

250 Mitarbeiter beschäftigt Stöhr inzwischen – 150 davon sind Fahrer. Derzeit werden 19 Auszubildende als Berufskraftfahrer, KFZ-Mechatroniker und Kaufmannleute für Spedition- und Logistikdienstleistung ausgebildet. Mit der Expansion seien einige Arbeitsplätze im Lager und in der Verwaltung dazu gekommen. 20 neue Lastwagen hat Stöhr in diesem Jahr erworben, so dass der Fuhrpark jetzt 120 Fahrzeuge umfasst.

1962 hat Erwin Stöhrs Vater das Unternehmen in Munderkingen gegründet, 2007/08 erfolgte dann der Umzug nach Rottenacker.

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