Jahreshauptversammlungsbericht: Fischereivereinsmitglied angelt 1,3 Meter langen Hecht

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 Der neu gewählte Vorstand des Fischereivereins.
Der neu gewählte Vorstand des Fischereivereins. (Foto: SZ- hog)

Bei der Jahreshauptversammlung des Fischereivereins Rottenacker am Samstag in der Gaststätte „Fischerhütte“ wurden nicht nur die geangelten Fische gezählt, sondern auch innerhalb des Vorstands einige Stühle gerückt.

Für den verhinderten Stephan Grözinger trug David Kaiser den Bericht des Schriftführers vor. Dabei ging er auf die Gemarkungsputzede ein, bei der viel Müll eingesammelt worden sei. Die Karfreitagsforelle sei sehr gut angekommen, 1800 Forellen seien am Gründonnerstag geräuchert worden. Das Fischerfest im Juni habe bei Regen und kühlen Temperaturen begonnen, am Samstag gab es das Seefeuer und am Sonntag bei gutem Wetter habe der Musikverein Edelweiß gespielt. Beim Vereinsschießen der Schützen belegte der Fischereiverein mit 393 Ringen den siebten Platz, Bernd Hummel war mit 84 Ringen der beste Schütze der Fischer.

Als Gewässerwart fuhr David Kaiser fort. Das Angeljahr hat mit dem Anfischen am Landschaftssee am 16. März begonnen. Das Königsfischen am Landschaftssee am 4. Mai, das dem Champions-League-Finale der Fußballer entspricht, brachte jedoch keinen Fangerfolg und damit keinen neuen Fischerkönig. Am 15. Juni fand das Aalfischen in den drei vereinseigenen Baggerseen der Weidach statt. Das Kameradschaftsfischen im September am Badesee „Heppenäckersee“ brachte mehrere Hechte und einen Aal. Ebenso wie das Anfischen war am 13. Oktober das Abfischen im Landschaftssee auch für die passiven Mitglieder eine gute Gelegenheit, die Angel einzusetzen.

Die Fangstatistik weist für 2019 226 Kilogramm gefangener Fische aus, gegenüber 164 Kilogramm im Vorjahr. Stephan Hopp ist der größte Fang gelungen, ein Hecht mit 1,27 Meter Länge und 23,8 Kilogramm Gewicht. „Den habe ich filetiert und eingefroren“ sagt Hobbykoch Hopp und ergänzt „nach und nach habe ich den Fisch gegessen, gemeinsam mit meiner Familie und Freunden. Entweder wird der Fisch in der Pfanne gebraten oder zu Hechtklößen verarbeitet“. Mit 27 Hechten war Sebastian Ruf am häufigsten mit seiner Angel erfolgreich. „Ich habe viel Hecht gegessen im letzten Jahr“ berichtet Ruf. In die drei Weidachseen hat der Verein zweijährige Schleien eingesetzt, ferner Karpfen im Alter von ein bis drei Jahren. „Da für Karpfen die Laichbedingungen bei uns nicht optimal sind, müssen wir durch Besatz aus Fischzuchten die Seen bestücken“ sagt David Kaiser und freut sich „dieses Jahr planen wir den Besatz mit Weißfischen“.

Jugendleiter Sebastian Ruf berichtete von wachsendem Interesse der Jugend am Angeln, es gäbe aktuell im Verein elf Jungfischer. Zwei der Jungfischer hätten bei der Seeputzete teilgenommen, fünf beim Königsfischen. Das Kameradschaftszeltlager hat im August 2019 an den Seen in Rottenacker stattgefunden. Hier trafen sich die Mitglieder des Vereins mit befreundeten Fischern aus Langenargen und Bad Saulgau, insgesamt 33 Jungangler erfreuten sich gemeinsam ihres Hobbys. Die Wettkämpfe dabei haben die Jungfischer aus Rottenacker gewonnen. Beim Ferienprogramm der Gemeinde konnte man an der Fischerhütte 11 Kinder im Alter von sieben bis elf Jahren begrüßen. Ihnen wurden die Weidachseen gezeigt, und man angelte. Kassier Rolf Lämmle sprach für 2019 von 175 Mitgliedern. Außerdem konnte er trotz des Einbaus einer neuen Heizung in der Fischerhütte von einem Plus in der Vereinskasse berichten. Die Entlastung des Vorstands fiel einstimmig aus.

Bei den Wahlen wurde Joachim Härter als neuer Zweiter Vorsitzender gewählt, der bisherige Amtsinhaber Tim Keller folgte auf Michael Walter als Beisitzer. Stephan Grözinger wurde in Abwesenheit erneut zum Schriftführer gewählt, er möchte das Amt in zwei Jahren abgeben. Für Bernd Branz folgte Benjamin Schliewe als Beisitzer in den Ausschuss. Julian Braungardt wurde als Beisitzer bestätigt, Tim Walter als Kassenprüfer. Im kommenden Jahr will Andreas Schmid den Vorsitz abgeben, Joachim Härter und Benjamin Schliewe könnten dann als Erster und Zweiter Vorsitzender nachrücken, so die Überlegungen.

Einen Krug mit dem Wappen des Vereins erhielten für zehnjährige Mitgliedschaft Wolfgang Fundel und Lothar Scheffold. Matthias Probst war nicht anwesend, er wird den Krug separat erhalten. Für 20 Jahre Mitgliedschaft erhielten Bernd Branz, Tim Keller, Tobias Nisch und Simon Schacher ein Weinpräsent. Eine Urkunde und Nadel für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Peter Heimbuch, Stefan Stoll und Rolf Härter. Heinz Käufler, Rainer Nägele und Manfred Walter werden ihre Ehrung später erhalten. Auch zu einem späteren Zeitpunkt werden Christian Ege, Werner Walter, Kurt Paetschke und Wolfgang Heuschmid einen Glaspokal für 40 Jahre Mitgliedschaft erhalten. Außerdem ehrte Andreas Schmid Benjamin Schliewe für seine vielen Arbeitseinsätze. Einen Geschenkkorb zur Verabschiedung erhielten Michael Walter, der seit April 2011 Beisitzer war, und Bernd Branz, Beisitzer seit März 2001.

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