Gedenken an die Opfer von Krieg, Terror und Gewalt

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 Karl Hauler (r.) und Fritz Walter legten einen Kranz am Ehrenmal auf dem Friedhof in Rottenacker nieder.
Karl Hauler (r.) und Fritz Walter legten einen Kranz am Ehrenmal auf dem Friedhof in Rottenacker nieder. (Foto: khb)
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Traditionell wird in Rottenacker am Totensonntag der Opfer von Krieg, Terror und Gewalt gedacht. „Wer die Erinnerung wach hält, trägt dazu bei, dass die Toten der beiden Weltkriege hoffentlich die letzten Kriegstoten in Europa waren“, sagte Bürgermeister Karl Hauler bei der Gedenkfeier am Ehrenmal auf dem Friedhof.

Gleichzeitig, so Hauler, sei der Volkstrauertag ein Tag, um darüber nachzudenken, was jeder Einzelne „in unserem Land und in unserem Alltag“ für Freiheit und Menschlichkeit auf der Welt tun könne. „Der Frieden ist nicht selbstverständlich“, sagte Hauler und nannte die Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien, einen „undemokratischen, unberechenbaren US-Präsidenten“ und tiefe Gräben auch in Europa als Gefahren. „Europäische Werte stehen von allen Seiten unter Druck“, sagte Hauler und betonte, dass sich Deutschland „zu Europa bekennen und mit anderen Willigen aktiver werden“ müsse. „Wir müssen darüber nachdenken, wie wichtig der Frieden und die Freiheit sind und welches Privileg wir alle hier in Deutschland und Europa genießen, dass unsere Generation noch nie einen Krieg am eigenen Leib erleben musste“, sagte der Bürgermeister. An Demokratie dürfe man sich nie sorglos gewöhnen, sondern müsse sie immer neu erarbeiten, erlernen und auch verteidigen, mahnte Karl Hauler.

„Wenn die Schüsse verhallt sind, ist noch lange nicht alles zu Ende“, sagte Pfarrer Jochen Reusch und erinnerte in seinem Gebet an die Grausamkeiten der Kriege und das Gedenken an die Toten, aber auch die Überlebenden. „Der Herr schenke uns offene Augen und ein offenes Herz für alle, die in Not sind. Er gebe uns die Zivilcourage gegen Hass, Vorbehalte und alle, die sich als bessere Menschen ansehen, einzutreten“, betete Pfarrer Reusch. Unter den Klängen des „Guten Kameraden“ legten Bürgermeister Karl Hauler und Fritz Walter, der Vorsitzende des Rottenacker VdK-Ortsverbands, einen Kranz am Ehrenmal auf dem Friedhof nieder. Für die musikalische Gestaltung der Gedenkfeier sorgte auch in diesem der Männer-Projektchor Munderkingen-Rottenacker und der Rottenacker Musikverein „Edelweiß“.

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