Früherer Kassierer der TSG Rottenacker steht bald vor Gericht

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 Im Mai muss sich ein ehemaliger Kassenwart des TSG Rottenacker vor dem Amtsgericht Ulm verantworten.
Im Mai muss sich ein ehemaliger Kassenwart des TSG Rottenacker vor dem Amtsgericht Ulm verantworten. (Foto: dpa)

Vor dem Amtsgericht Ulm muss sich der ehemalige Kassierer der TSG Rottenacker am 2. Mai wegen Untreue verantworten. Bei der Verhandlung sollen drei Zeugen und ein Sachverständiger befragt werden. Bereits 2016 hatte die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

Die TSG Rottenacker hatte damals im Jahr 2014 Anzeige gegen ihren früheren Kassierer erstattet, nachdem Ungereimtheiten bei der Kassenprüfung aufgetaucht waren. Diese sollen bis 2002 zurückgegangen sein. Beträge im fünfstelligen Bereich haben gefehlt. In einem Zivilprozess hatte der Verein versucht, rund 90 000 Euro einzuklagen.

72500 Euro innerhalb von vier Wochen erstatten

Dann kam es zum Vergleich. Darin verpflichtete sich der frühere Kassierer, dem Rottenacker Verein 72 500 Euro innerhalb von vier Wochen zu erstatten. Gleichzeitig gestand er ein, dass der Fehlbetrag während seiner Amtszeit entstanden war – jedoch nicht, dass er das Geld genommen habe.

Im Herbst 2013 wurde der damalige Kassierer bereits aus seinem Amt enthoben, seine Zugänge zu den Finanzen des Vereins gesperrt. Dem Kassenwart wurde vorgeworfen, dass er sich von 2002 bis 2013 an den Konten vergriffen zu haben. Das sei auch dem Steuerberater zu der Zeit nicht aufgefallen. Zur Klärung des Sachverhalts war vom Gericht auch ein Wirtschaftsprüfer eingeschaltet worden, der ein rund 1000 Seiten umfassendes Gutachten vorgelegt hat.

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