2000 Maultaschen für den guten Zweck

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Gemeinsam haben Pfarrer Jochen Reusch (l.) und Bürgermeister Karl Hauler mit vielen fleißigen Helfer die Maultaschen zu bereitet
Gemeinsam haben Pfarrer Jochen Reusch (l.) und Bürgermeister Karl Hauler mit vielen fleißigen Helfer die Maultaschen zu bereitet. (Foto: SZ- eis)

Rund 2000 Maultaschen haben Rottenackers Bürgermeister Karl Hauler und Pfarrer Jochen Reusch gemeinsam mit einigen fleißigen Helfern am Freitagnachmittag in und vor der Küche der Mehrzweckhalle zubereitet. Verkauft wird die schwäbische Spezialität am Samstag ab 10.30 Uhr, für einen guten Zweck vor der Apotheke.

Der Duft von Brühe hat am Freitag an der Mehrzweckhalle in Rottenacker in der Luft gelegen. Aus zwei riesigen Kessel stieg der wohlriechende Dampf auf, denn hier wurde von zahlreichen fleißigen Helfern gekocht. Bereits zum 16. Mal haben Pfarrer Jochen Reusch und Bürgermeister Karl Hauler zum Maultaschen-Kochen eingeladen, um diese dann zu Gunsten des Förderverein „Jugend- und Gemeindearbeit Rottenacker“ (Fjgaro) zu verkaufen.

120 Liter Brühe in historischen Kesseln

„Fjgaro ist das gemeinsame Projekt der weltlichen und der kirchlichen Gemeinde und um dieses zu finanzieren, sammeln wir Geld“, erklärt der Pfarrer, während er einen Holzscheit in einen der beiden historischen Kesseln nachlegt. Beide Kessel waren Geschenke. „Im einen wurde früher Wurst gekocht, im anderen Wäsche“, verrät Jochen Reusch. Rund 120 Liter Brühe hat er am Mittag vorbereitet und die Kessel eingeheizt, damit später alles zügig vorangehen konnte. Anfangs haben sich Pfarrer und Bürgermeister im Schuheputzen versucht, um Geld zu organisieren, aber die Maultaschen kommen bei den Rottenackern deutlich besser an.

„Wir sind mit etwa 400 gestartet, heute verkaufen wir so um die 2000 Maultaschen“, sagt Bürgermeister Karl Hauler. Schon Wochen vorher kämen die ersten Anfragen, ob auch in diesem Jahr wieder Maultaschen verkauft werden. „Die Bezahlung funktioniert auf Spendenbasis. Es gibt zwar einen Preis für die Maultaschen, aber wem das zu wenig ist, der darf gerne mehr geben“, sagt Jochen Reusch schmunzelnd.

Schablone für die Füllung

Das Team der Maultaschen-Köche in Rottenacker hat sich über die Jahre gut eingespielt. Jeder weiß inzwischen, was zu tun ist, damit die Produktion effektiv läuft. Die Füllung der Maultaschen ist bereits am Donnerstag vorbereitet worden. „Die Füllung ist ein Geheimrezept der Familie Reusch, das niemandem verraten wird, außer er fragt nach“, scherzt der Pfarrer. Um diese gleichmäßig auf die Taschen zu verteilen, hat der Bürgermeister in diesem Jahr erstmals eine Art Schablone vorbereitet. „So gibt’s später am Tisch keine Streitereien, wer eine kleine und wer eine große Maultasche bekommt“, sagt Karl Hauler mit einem Augenzwinkern. Die Metallgestelle werden mittig auf die meterlangen Teigbahnen gelegt. Dann kommt die Füllung rein. Jetzt müssen die Gestelle nur noch abgehoben und die Taschen zusammengefaltet werden. Mit einer speziellen Schneiderolle werden aus den langen Maultaschenschlangen wohlgeformte, exakt gleichgroße Maultaschen.

Zum Kochen wandern die Taschen dann nach draußen in die Kessel. Wenn sie oben schwimmen, sind sie fertig und müssen nur noch abkühlen. Bevor sie am Samstag dann die Besitzer wechseln.

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