Unterwegs mit Staatsoberhäuptern

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 Werner Schempp (Mitte) bei einer seiner letzten großen Dienstreisen im März 2017 mit Ministerpräsident Kretschmann (r.) in Isra
Werner Schempp (Mitte) bei einer seiner letzten großen Dienstreisen im März 2017 mit Ministerpräsident Kretschmann (r.) in Israel. (Foto: Archiv: Jana Höffner/Staatsministerium)
Schwäbische Zeitung

Werner Schempp, Ministerialdirigent a. D., berichtet am Dienstag, 26. November, um 19 Uhr im Kulturraum im Öpfinger Rathaus über seine persönlichen Begegnungen mit Staatsoberhäuptern, die langjährige und unmittelbare Zusammenarbeit mit fünf Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg und die politische Bedeutung der Reisen für das Land Baden-Württemberg.

Mit den „Großen der Welt“ hatte Schempp als Protokollchef im baden-württembergischen Staatsministerium während seinem Berufsleben zu tun. Das bedeutendste Ereignis war die Begegnung mit Michail Gorbatschow im Juni 1989 bei seinem Besuch in Stuttgart.

Über viele Jahre hinweg war Werner Schempp als Leiter der Abteilung Europapolitik, Internationale Angelegenheiten und Protokoll im Staatsministerium Baden-Württemberg in Stuttgart tätig. Fünf Ministerpräsidenten hat er gedient; Lothar Späth, Erwin Teufel, Günter Oettinger, Stefan Mappus und zuletzt Winfried Kretschmann. Und jeder hatte seine Eigenheiten.

20 Staatsbesuche, 50 Reisen

Bei 20 Staatsbesuchen hat Schempp „große“ Leute getroffen. 50 Reisen hat er für das Land Baden-Württemberg organisiert. Man muss dabei auf alles vorbereitet sein. „Manchmal sitzt du im Flieger und weißt nicht, welchen Gesprächspartner du treffen wirst“, sagt Schempp. Oder es kommt einem beim Besuch in Silicon Valley (USA) „einer der Google-Bosse“ barfuß und mit Kampfhund entgegen und sagt „Ich kenne Baden-Württemberg, mein Hund ist ein Rottweiler“, so Schempp.

Das Protokoll dient der Vorbereitung des politischen Erfolgs. „Wenn das Essen gut ist, werden auch schwierige Verhandlungen leichter“, so Werner Schempp. Aber auch die Begebenheiten am Rande des „Roten Teppichs“ sind nicht weniger interessant, worüber er ebenfalls ausführen wird. So hat Werner Schempp für die Königin von Nepal nach Ladenschluss die Einkaufsmöglichkeit in einem Stuttgarter Modehaus organisiert.

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